Jahresbilanz der Raiffeisenbank Auerbach-Freihung
Deutliche Einsparungen nötig

Dank für ehrenamtliches Engagement und langjährige Betriebszugehörigkeit: Reinhard Ponitz, Frank-E. Kirchhof, Michael Lehner, Robert Häupler, Michael Albersdorfer; dahinter Franz Penker, Arthur Schriml und Michael Sommer (von links). Bild: bk
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Weiherhammer
16.05.2016
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2015 war ein gutes Jahr für die Raiffeisenbank (Raiba) Auerbach-Freihung. Sie hat die Niedrigzinsphase gut weggesteckt, auch wenn sich Einschnitte kaum vermeiden lassen. Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren eine positive Jahresbilanz.

"Wir können auf das Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden bauen. Das zeigen die Zahlen, die unsere Erwartungen deutlich übertroffen haben", bilanzierte Vorstandsvorsitzender Frank-E. Kirchhof. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Arthur Schriml führte souverän durch die 43. Vertreterversammlung im BHS Innovision Center. "Die Entwicklung 2015 zeigt, dass wir mit einem auf die Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden fokussierten Geschäftsmodell auch für notwendige Anpassungen gut gerüstet sind", betonte Kirchhof. Die Qualität der Kundenberatung stehe an erster Stelle. Dabei wolle man auch wettbewerbsfähige Multikanal-Angebote bieten. Kirchhof verwies auf die Einführung des sicheren und effizienten Online-Bezahlsystems "paydirekt".

Stark im Kommen sei das sogenannte Betongold, eine Investition in Immobilien. Die Niedrigzinsphase, die Sparer in große Sorge versetze, werde die Ertragssituation noch lange belasten. Die ausufernde Regulatorik erhöhe massiv die Kosten, verdeutlichte Kirchhof den Umbruch in der Bankenbranche. "Wir werden unsere Leistungsfähigkeit durch eine zukunftsfähige Struktur aufrechterhalten und uns dem Trend der Digitalisierung stellen. Das geht nicht ohne deutliche Kosteneinsparungen", kündigte er an.

293 Neueintritte


Vorstandsmitglied Michael Sommer präsentierte die Zahlen (siehe Kasten). "Die Raiba hat sich erneut als verlässlicher Partner behauptet und ihre Spitzenpositionen verteidigt." Die Mitglieder seien die tragende Säule des Hauses. 293 Neueintritte verdeutlichten dies. Die Raiba habe das Thema Nachhaltigkeit glaubwürdig vertreten, führte Regionaldirektor Franz Penker aus.

"Nicht nachhaltig erscheint mir aber die verkehrte Welt, in der wir aktuell leben: Banken müssen Strafzinsen für die Einlagen der EZB zahlen." Hauptrevisor Robert Häupler gratulierte zu den Zuwachsraten als Ergebnis harter Arbeit der Mitarbeiter und der Kundentreue. Die Versammlung billigte einstimmig den Jahresabschluss, die Ausschüttung einer Dividende von 70 036 Euro und die Einstellung von 34 673 Euro in die gesetzlichen und von 238 024 Euro in andere Ergebnisrücklagen. Günter Müller wurde als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt. "Reinhard Ponitz aus Kohlberg hat 28 Jahre im Aufsichtsrat den Entscheidungsprozess mit vorbildlichem Einsatz, großer Sorgfalt und Fingerspitzengefühl begleitet", sagte Penker bei der Verabschiedung.

Urkunden und Präsente gab es zum 25-jährigen Dienstjubiläum für Silke Kulacz, Michael Albersdorfer, Michael Lehner, Bernd Windisch, für zehn Jahre Ramona Dehling.

Die Bank in ZahlenMitglieder: 6405; Bilanzsumme: 240,3 Millionen Euro; Kundeneinlagen: 192,2 Millionen Euro; Ausleihen: 134,8 Millionen Euro; Warenumsatz: 31,6 Millionen Euro; Steuerleistungen: 426 000 Euro; Aus- und Fortbildung: 100 000 Euro; Spenden: 35 200 Euro; Jahresüberschuss: 347 000 Euro; Sonstige Zahlen: 8 Geschäftsstellen und 9 Bankautomaten, 68 Mitarbeiter sowie 2 Azubis. (bk)
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