Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol informiert sich über Flüchtlingsprojekt
Integration durch Arbeit

Ronald Behrend und Stefanie Luber (vorne, von links) stellten Jürgen Mistol (Zweiter von rechts), dem kommunalpolitischen Sprecher der Grünen im Landtag, das ÜBZO-Konzept zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt vor. Bild: war
Vermischtes
Weiherhammer
01.04.2016
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Das Überbetriebliche Bildungszentrum Ostbayern (ÜBZO) hat ein Konzept mit dem Titel "AktIF". Es steht für die berufliche Qualifikation von Flüchtlingen. Grünen-Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol sah sich dies näher an.

Stefanie Luber und Ronald Behrend stellten das Projekt vor. Im Vordergrund steht das Erlernen von berufsbezogenem Deutsch in Kombination mit dem Ausloten der individuellen Qualifikation. Wer kann was? Wo liegen die Interessen des Einzelnen? Zudem erkunden die ÜBZO-Mitarbeiter, was aus mitgebrachten Qualifikationen von Flüchtlingen hierzulande anerkannt werden kann.

Ein Kurs dauert 17 Wochen. "Die Region sollte das Konzept als Chance dafür begreifen, dass die Leute hier bleiben, denn der Facharbeitermangel schlägt an", unterstrich Mistol. "Wenn wir hier Perspektiven schaffen, kann das ein Riesenvorteil sein". Es sei bereits erkennbar, dass sich die Flüchtlinge nicht mehr so stark in die Zentren und Großstädte orientierten. "Arbeit steht ganz oben bei den Zielen der Flüchtlinge", berichtete Mistol aus seinen Gesprächen mit Neuankömmlingen in Regensburger Aufnahmezentren.

Eingebunden in den Meinungsaustausch waren auch Georg Schirbl und Hans Walberer, ehemaliger leitender BHS-Mitarbeiter, von der Gruppe "Flüchtlingshilfe Freihung". Walberer stufte das Konzept als sinnvolle Investition ein.

"Wir verfügen über den direkten Draht zur Wirtschaft, zu 240 Unternehmen aus unserem Verbund", sieht Behrend einen großen Vorteil. "Wir kennen die Wünsche der Firmen und können daher passgenau, weg von einer rein sprachlichen Schulung, reagieren", erklärte ÜBZO-Geschäftsführer Reinhold Hautmann. Im Anschluss führten Luber und Behrend Mistol durch das Ausbildungszentrum in Weiherhammer und die Weidener Werkstätten auf dem OWS-Gelände.
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