Männergesangverein "Liederkranz" auf der Suche nach neuen Sängern - Vorstand bestätigt
Fehlender Nachwuchs bereitet Sorgen

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Weiherhammer
18.03.2015
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"Fein sein, beinander bleib'n", dieses alpenländische Volkslied, das zur Eröffnung der Generalversammlung des Männergesangvereins (MGV) "Liederkranz" 1927 zu hören war, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Noch hat der Chor 21 Aktive, aber nur noch einer ist unter 60. Zur Erinnerung: In den 90er-Jahren hatte der MGV unter Hermann Biller und Karl-Heinz Kohl noch 33 Aktive. Der ansteigende Altersdurchschnitt macht qualitativ gutes Singen zunehmend schwieriger. Der fehlende Sängernachwuchs bereitet Sorge.

Für Vorsitzenden Robert Kohl hat deshalb heuer Priorität, neue Sänger zu gewinnen. Damit soll die Qualität des Chores gefestigt werden. "Und das muss Aufgabe aller sein, nur so ist der Fortbestand des Liederkranz' gewährleistet." Kohl, der dennoch ein erfolgreiches Jahr bilanzierte, wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig wiedergewählt.

Gefragter Chor

Ihm zur Seite stehen Stellvertreter Ewald Biller, Schriftführer Herbert Koch und Kassier Konrad Bogner. Beisitzer sind Lothar Kraus, Siegfried Schreyer und Alfred Liedl. Liedl prüft mit Hans Kellermann die Kasse. Notenwart ist Edwin Müller, Fahnenträger Heinz-Michael Karl. Ihn begleiten Hans Melchner und Siegfried Schreyer. "Unter den fünf geworbenen Mitglieder von jetzt 144 war leider wieder kein Sänger", stellte Kohl fest. In 47 Proben habe man den Grundstein gelegt, um bei den Auftritten ansprechende Chormusik bieten zu können. Gefragt waren die Weiherhammerer beim Frühlingssingen in Eschenbach, beim 100-jährigen Jubiläum und Oktoberfest in Mantel, beim Begräbnis von Sänger Ossi Lang, bei der Dorf- und Waldweihnacht sowie an zwei weiteren örtlichen Anlässen.

Kohl erwähnte neben der Mitarbeit am Bürgerfest die Teilnahme an der Rathaussegnung, an den Jubiläen der Feuerwehr und BRK-Wasserwacht sowie an der Fronleichnamsprozession. Mit von der Partie waren die Sänger auch beim Geflügelschießen der Scheibenschützen.

Glanzpunkt für den Verein aber war das eigene Herbstfest der Musik, das sich laut Robert Kohl zu einem Event entwickelt hat, das seinesgleichen in der Umgebung suche. "Das ist ein Verdienst aller Mitwirkenden bis hin zu den Männern und Sängerfrauen, die bei der Bewirtung sowie der Dekoration der Halle ihr Bestes gaben."

Geselligkeit gepflegt

Die Geselligkeit sei bei Zoiglwanderung, Ausflug, Sommerfest und Gansessen gepflegt worden. "Das alles ist das Ergebnis einer gut funktionierenden Gemeinschaft", betonte der MGV-Chef.

Dirigentin Riita Michelson habe es verstanden, den Chor zu Höchstleistungen zu führen. Diese hatte ihren Rückblick in wohlklingende, aber auch nachdenklich stimmende Reime gefasst: "So kann ich euch loben mit Herz, aber bringt Jungs mit zum Proben, das ist kein Scherz."

Bei der Versammlung zeichnete Vorsitzender Kohl auch langjährige Mitglieder aus. 25 Jahre dabei sind Heinz-Michael Karl, Konrad Wittmann und Erika Wenzl, 40 Jahre Max Kohl und Hans Säckl, 50 Jahre Gerwald Adam und Herbert Wölfl sowie 60 Jahre Georg Härning, Raimund Posset und Heinz Trogisch.

Zu den fixen Terminen zählt der Ausflug am 8. August nach Annaberg-Buchholz, den Werner Alisch organisiert, und das "Herbstfest der Musik" am 17. Oktober.

Lob für die Mitglieder

"Ihr seid gerne gesehen und gehört", betonte Bürgermeister Ludwig Biller. Er lobte die Mitglieder für ihren Einsatz im kulturellen Bereich und dafür, dass sie Verantwortung übernehmen. Zudem wünschte der Rathauschef dem Verein den Erhalt der Stimmen.
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