Marktweihnacht ein Besuchermagnet
Bummeln, reden, essen

23 Akteure spielten das Weihnachtsgeschehen einfühlsam nach. Bilder: bk (2)
Vermischtes
Weiherhammer
23.12.2015
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Die Marktweihnacht war ein Besuchermagnet. Gut 1000 Gäste genossen das Ambiente der festlichen Budenstadt. Der Zauber des Lichts wurde genutzt, um in unterschiedlichen Farben die Fenster rund um den Marktplatz zum Leuchten zu bringen.

Kaltenbrunn. In den liebevoll dekorierten Häuschen entlang der Ziegelpyramide stand keiner, der nicht irgendwie mit Kaltenbrunn verbunden ist. Von dieser Atmosphäre ließen sich auch Bürgermeister Ludwig Biller sowie seine Vorgänger Georg Härning und Werner Windisch anstecken.

Klein, aber fein


Blickfang war die lebendige Krippe mit Eseln und Schafen. Kinder in Engelskostümen waren fröhliche Farbtupfer. "Klein, aber fein", lautete die Bewertung von Grafenwöhrern über die von der Vereinsgemeinschaft unter der Regie von Sepp Pritzl organisierte sechste Auflage. Schon eine Stunde nach Öffnung füllte sich der Platz zusehends, als der Posaunenchor auf die Geschichte von Bethlehem einstimmte. Bischof Nikolaus verteilte auch Streicheleinheiten an die Kleinen.

Nicht nur Pfarrer Matthias Weih hatte nachdenkliche Worte mitgebracht: "Was sich dort im Stall ereignete, ist genau genommen eine armselige Angelegenheit. Denn Gott kommt an Weihnachten eben gerade nicht gewaltig, sondern als kleines Kind in einer Krippe. Es ist ein leises, ein stilles, ja ein sanftmütiges Eingreifen, mit dem er die Welt bis heute verändert. Und dies geschieht aus reiner Liebe. Und die ist gewaltig", betonte Weih. 23 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, auch US-Amerikaner, spielten das Geschehen vor 2015 Jahren, musikalisch untermalt von den Bläsern, eindrucksvoll nach. Die bewegenden Bilder fasste Nachrichten-Sprecherin Milena Humsberger zusammen: "Es gibt Menschen, die kümmern sich um das Schicksal ihrer Mitmenschen und lassen sie nicht im Stich. Was würden Sie tun, wenn heute Abend eine junge Familie mit einer schwangeren Frau bei Ihnen an der Haustüre klingelt?", lautete die Frage. Für die Aufführung, die Regina Rodler, Katrin Büttner und Alexandra Kummer in vielen Proben inszeniert hatten, gab es verdienten Applaus.

Bei trockenem Wetter genossen die Besucher viel länger als sonst das Schlendern durch die Reihen. Viele trafen Freunde und Bekannte und probierten vom breiten kulinarischen Angebot. Gegen 21 Uhr war fast alles ausverkauft. Die "Graf-Berta" hatte Handgestricktes für kalte Wintertage ausgestellt, die Töpferkunst von Annerose Harrer ist längst ein Begriff, ebenso die Dekoartikel von Heidi Moser.
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