OWV Weiherhammer droht die Auflösung
Kein Vorstandsamt besetzt

Beim OWV ist zurzeit alles in der Schwebe. Sollte es tatsächlich zu einer Vereinsauflösung kommen, was geschieht dann mit der beliebten Gaststätte "OWV-Blockhütte" und den sonstigen Bauten auf dem Grundstück? Diese Frage stellt sich schon jetzt die Gemeinde. Bild: baw
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Weiherhammer
27.04.2016
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Wollen die 175 Mitglieder ihren Verein überhaupt noch? Diese Frage stellte sich zwangsläufig bei nur 27 Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung. Immerhin droht die Auflösung des OWV-Zweigvereins Weiherhammer.

Da unter anderem die Tagesordnung nicht vollständig war, war der Abbruch der Zusammenkunft die logische Konsequenz. Vorsitzender Mario Weigl appellierte eindringlich an die Mitglieder, nach den vielen Reibereien und Schuldzuweisungen bei den vergangenen Treffen, die Streitereien nicht neu aufleben zu lassen.

Keine Kassenprüfung


Im Verein habe sich wenig getan. Neben dem Wald- und einem Helferfest konnte er nur noch über Renovierungsarbeiten in der Blockhütte berichten. Er begründete dies damit, dass der Vorstand zuletzt nur aus ihm und dem Kassier bestand. Ihm selbst fehle die Zeit. Zufriedenstellenden war nur der Kassenbericht von Norbert Heibl. Über seine Entlastung konnten die Mitglieder jedoch nicht abstimmen, weil die Kasse nicht geprüft war. Der eine Revisor sei erkrankt, der andere zurückgetreten. Nun soll der Hauptverein die Prüfung übernehmen. Heibl hat zudem veranlasst, dass die Mitgliedsbeiträge vom letztem Jahr und heuer jetzt eingezogen werden. Sein Versäumnis begründete er damit, dass ihm die Zeit dafür fehlte, und er bei der Wahl geradezu gezwungen worden sei, das Amt weiter auszuführen.

Durch den Rücktritt standen Neuwahlen für den Posten des ersten und zweiten Vorsitzenden, Kassiers und Schriftführers an. Kein Mitglied wollte die Ämter übernehmen. Vehement sprach sich Altbürgermeister Georg Härning gegen eine Auflösung aus. Es müsse möglich sein, einen neuen Vorstand zu finden. Auch die Verpflichtung eines Liquidators kam zur Sprache, der den Verein ein Jahr lang verwalten müsste. Sollte sich in dieser Zeit eine Führung finden, würde das Vereinsleben reaktiviert werden. Einige Mitglieder sprachen eine Fusion mit benachbarten Zweigvereinen an. Laut Weigl sei das bereits erfolglos versucht worden. Am 27. Mai kommen die Mitglieder wieder zusammen. Bis dahin bleibt Weigl im Amt, der Kassier muss eine geprüfte Kasse vorweisen, die Satzungsänderung auf der Tagesordnung stehen.

Areal gehört der GemeindeSollte sich der Zweigverein auflösen, sind Probleme vorprogrammiert. In der Satzung ist vermerkt, dass in diesem Fall das Vermögen auf den Hauptverein übergeht. Für Bürgermeister Ludwig Biller kommt das nicht in Frage, weil die Gemeinde Besitzer des Areals ist, auf dem sich die Gaststätte Blockhütte, Musikpavillon, Verkaufsstände und Festplatz befinden.

Die Gemeinde habe mit dem Verein einen Vertrag geschlossen, der besagt, dass bei einer Auflösung das Grundstück wieder an die Gemeinde fällt. Da sich Vertrag und Satzung widersprechen, ist eine Satzungsänderung notwendig. Weil die aber nicht auf der Tagesordnung stand, konnten die Mitglieder darüber nicht abstimmen. Der Abbruch der Versammlung war die Folge. (baw)
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