„Post“-Wirtin Maria Kurz feiert 85. Geburtstag
In der Früh’ die Erste, nachts die Letzte

Groß war die Gratulantenschar beim 85. Geburtstag von "Post"-Wirtin Maria Kurz. Bild: bk
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Weiherhammer
15.02.2016
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Kaltenbrunn. "Mare, a Bier!" Wie oft Maria Kurz, weithin bekannt und geschätzt, diesen Wunsch aus durstigen Kehlen bereits erfüllt hat, kann wohl nur schwer nachvollzogen werden. Seit mehr als sechs Jahrzehnten steht sie in der "Post" hinter dem Tresen, im Metzgerladen oder in der Küche, immer in weißer Schürze - ihrem Markenzeichen. Am Freitag feierte das Original 85. Geburtstag, und selbst da schenkte sie ein.

Maria Kurz denkt nicht an Ruhestand. Gerne setzt sie sich im Wirtshaus zu den Gästen. Auf das Schafkopfspiel muss sie seit dem Ausfall ihrer hilfsbereiten Schwester Edith allerdings verzichten. In der Tat gehört die "Mare" in dieses Ambiente wie der Senf auf die Bratwürste aus eigener Schlachtung. 2017 werden es 80 Jahre, dass die Vierte von sieben Lobenhofer-Geschwistern von der kinderlosen jungen Witwe Kunigunde Helmreich geholt wurde. Sie belohnte den Fleiß des Mädchens mit der Vererbung des Betriebs.

Sieben Kinder geboren


Mit ihrem Mann sorgte Maria Kurz ab 1952 für einen modernen Ausbau. Sieben Kindern schenkte sie das Leben. Souverän meistert sie seit dem Tod ihres Mannes 1992 die täglichen Aufgaben. "In der Früh die Erste, nachts die Letzte, ohne sie geht es auch nicht", sagt Sohn und Metzgermeister Matthias über seine unverzichtbare Mama. Wenn im Gastzimmer das Licht ausgeht, beginnen für die unermüdliche Geschäftsfrau die Büroarbeiten, die sie ohne PC erledigt. Wehwehchen steckt sie weg. "Jed'n Toch a Stamperl Asbach, dös halt mi fit", bekennt die Jubilarin. Stammtischler, Kartler, Geschäftspartner und Verwandte gaben sich am Freitag die Klinke in die Hand. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeistervertreter Herbert Rudolph, Pfarrvikar Yesu Savariyappan, Pfarrgemeinderat Erich Geier sowie Altbürgermeister Georg Härning und die Führung des FC. "Glück und Segen, Fried' und Freude wünschen wir dir alle heute, einen Himmel hell und klar und alles Gute immerdar" sang Sopranistin Hermine Wiesgickl aus München-Fürstenried, ehemals Kindermädchen im Kurz-Haus.

Nur ein Wunsch


Sie führt noch immer elanvoll Regie, könnte ein Buch schreiben und möchte gerne ihrem 85. noch weitere Jahre anfügen. Deshalb hat Maria Kurz nur einen Wunsch: "Gsund bleib'n." Ihr Stolz sind 17 Enkel und sechs Urenkel.
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