Sechstklässler in der Umweltstation
Mit dem Kescher auf Larven-Jagd

Wasser bedeutet Leben - davon überzeugten sich die Mittelschüler aus Weiherhammer bei ihrem Feldversuch in der Umweltstation. Bilder: hfz
Vermischtes
Weiherhammer
19.07.2016
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Eine Biologiestunde der besonderen Art erlebten wir, die 6. Klasse der Mittelschule Weiherhammer, in der Umweltstation Waldsassen. Zusammen mit unserem Klassenlehrer Gerhard Steiner wollten wir dort auf Einladung des Bayernwerks die Kleinlebewesen von Gewässern untersuchen.

Michael Seliger, der Leiter der Umweltstation, stimmte uns mit einigen Spielen auf den Tag ein. Am Anfang machten wir einen Fußpitzenlauf. Dabei konzentrierten wir uns nur auf unsere Zehenspitzen und dachten dabei an nichts anderes. "Solche Art Übungen sollte man machen, um mal total abschalten zu können und richtig zu chillen", forderte uns Seliger auf.

Mit leeren Bierkisten


Die zweite Übung diente der Teambildung. Mithilfe von sieben leeren Bierkisten mussten wir einen "reißenden Fluss" überqueren, ohne dabei den Boden zu berühren. Die Schwierigkeit lag darin, immer den letzten Kasten frei zu bekommen, um ihn dann vorne wieder anzulegen. Schließlich mussten wir uns noch auf einem Balken nach dem Alter sortieren, auch wiederum ohne den Boden zu berühren. Diese Reihenfolge nutzte Seliger, um uns in vier Gruppen einzuteilen. Jede erhielt die notwendige Ausrüstung zur Gewässeruntersuchung, nämlich einen Kescher, einen Sieb, eine Becherlupe, eine Schale und ein Arbeitsblatt. Nun begaben sich die einzelnen Gruppen an den Tümpel, den Teich und den Fluss Wondreb. Mit Sieb und Kescher machten wir uns auf die Jagd nach Kleinlebewesen. Diese kamen dann in die mit Wasser gefüllten Schalen beziehungsweise Becherlupen. So konnten wir sie genau betrachten und mit Hilfe eines Bestimmungsblattes auch identifizieren. Die Namen trugen wir dann in eine Liste ein.

Wir fanden sehr viele Kleinlebewesen, wie etwa eine Libellenlarve, eine Eintagsfliegenlarve, Blutegel, Wasserläufer, Rückenschwimmer, Gelbrandkäfer, Wasserspinne, Schlammschnecke und sogar eine ausgewachsene Libelle.

Schließlich musste sich dann jede Gruppe mit einem Tier noch genauer beschäftigten. In der Präsentation wurden dann die Besonderheiten von Blutegel, Libellenlarve, Eintagsfliegenlarve und Wasserläufer vorgestellt und auch szenisch dargestellt, wie zum Beispiel die Hubschrauberbewegungen einer Libelle.

Teamarbeit geübt


Am besten hat uns die Übung "einen reißenden Fluss" überqueren gefallen, da wir hier alle zusammengearbeitet haben. Diese Teamarbeit war auch Voraussetzung für die gemeinsame Gewässeruntersuchung sowie die Präsentation.

Großen Spaß aber machte uns auch das "Keschern" und die anschließende Untersuchung der Kleinlebewesen. Hierbei konnten wir die Tierchen einmal im Original genauer unter die Lupe nehmen und nicht nur im Buch betrachten.

6. Klasse der Mittelschule Weiherhammer
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