Süße Zeiten
Kaltenbrunner Imker schwärmen von guter Ernte

Bis in den Abend feierte die Imkerfamilie auf dem idyllischen Areal am Lehr- und Vereinsbienenhaus das 115-jährige Bestehen mit dem Genuss von Produkten aus dem Naturpark Oberpfälzer Wald. Bild: bk
Vermischtes
Weiherhammer
09.08.2016
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Kaltenbrunn. "Das kommt wirklich selten vor: Wir verzeichnen die beste Honigernte seit Jahren. Der Durchschnitt liegt bei einem Zentner pro Volk", schwärmte Vorsitzender Rudi Prölß beim Familientag des Imker- und Bienenzuchtvereins.

Im Beisein von Bürgermeister Ludwig Biller empfahl Prölß, die bisherige Varroa-Bekämpfungsstrategie grundsätzlich beizubehalten und die Behandlungsart nicht zu den in der Werbung angegebenen Mitteln zu wechseln. Die schwächste Stelle der Varroa sei die Vermehrung in der verdeckelten Brut. Diesen Umstand müsse sich der Imker zunutze machen. "Mit der Entnahme von Brutwaben aus dem Volk bereits ab Mitte Mai entziehen wir der Varroapopulation trächtige Milben, die dann im Muttervolk keinen Schaden mehr anrichten können - und das ganz ohne Chemie", unterstrich Prölß. Das Schöne dabei sei, dass durch das Schröpfen den Bienen die Schwarmlust genommen werde und gleichzeitig eine Völkervermehrung geschehe. Zudem befreie es die Imker von den aufwendigen Maßnahmen einer eigenen Königinnenzucht und beschere dennoch junge, leistungsfähige Begattungsableger.

"Wer meint, dass die Bienen sich nach der Sommertracht selbst überlassen werden können, kann böse Überraschungen erleben", fuhr der Imkerchef fort.

Eine sorgfältige Bienenpflege vor der Völkereinwinterung sei wichtig. Es gehe darum, die Bekämpfung der Varroamilbe nochmals zu verbessern zu versuchen und entsprechend untereinander zu koordinieren.

Eine DelikatesseErfreulich: Schleuderhonig der Kaltenbrunner Vereinsmitglieder ist bereits mehrfach durch freiwillige analytische Befunde der Universität Stuttgart-Hohenheim rückstandsfrei untersucht. "Der hier erzeugte Honig ist bezüglich der fortschreitenden biologischen Bienenhaltung eine Delikatesse und uraltes Hausmittel", stellte Vorsitzender Rudi Prölß fest. (bk)
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