Verzweifelte Suche nach Fußball-Abteilungsleiter
Intakte Mannschaft

Wenn er, von mir aus, fünf Stellvertreter mit jeweils unterschiedlichen Aufgabengebieten wünscht, lässt sich darüber reden.
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Weiherhammer
01.03.2016
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Das wäre kein Kaltstart, sondern während der Einarbeitungszeit stehe ich natürlich mit Rat und Tat zur Seite.

Die Fußballer der TSG Mantel-Weiherhammer suchen weiter nach einem Abteilungsleiter. Den Gründen, warum sich die Nachfolge von Rainer Vater so schwierig gestaltet, gehen der scheidende Fußballchef und Werner Windisch, Vorsitzender der TSG, im NT-Gespräch auf den Grund.

Windisch und Vater sind ratlos. Seit über einem Jahr ist bekannt, dass Vater, nach Jahrzehnten ehrenamtlicher Arbeit, kürzertreten will. "Wir haben viele Gespräche geführt, doch bisher fand sich noch kein Nachfolger", sagte Windisch. Woran scheitert die Suche bislang? Darauf haben beide zunächst keine plausible Antwort parat. "Es gibt gewisse Vorgaben des Gesamtvereins und des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) - diese machen etwa 20 Prozent der Arbeit aus. Die restlichen 80 Prozent sind freier Gestaltungsraum für den neuen starken Mann der TSG-Fußballer", erläuterten Windisch und Vater.

Kein Kaltstart


Dabei sichert der noch amtierende Fußball-Abteilungsleiter seinem Nachfolger die größtmögliche Unterstützung zu. "Das wäre kein Kaltstart, sondern während der Einarbeitungszeit stehe ich natürlich mit Rat und Tat zur Seite", verspricht Vater. Die Organisation des Spielbetriebs laufe zu großen Teilen online über die BFV-Plattform "SpielPlus". "Deswegen sind Grundkenntnisse im Umgang mit den neuen Medien sowie eine gewisse Fußball-Affinität die einzig wünschenswerten Voraussetzungen für den Posten", sagt Vater. Was dagegen Organisation und Struktur der Abteilung betrifft, genießt der Leiter freie Hand. "Wenn er, von mir aus, fünf Stellvertreter mit jeweils unterschiedlichen Aufgabengebieten wünscht, müsste das zwar die Versammlung beschließen, wären wir aber gesprächsbereit. ", sagt der Vorsitzende des Gesamtvereins.

Vater hinterlässt ein bestelltes Feld, zahlreiche Investitionen und trotzdem schuldenfrei. Ein intaktes Herrenteam, die "Zweite" spielt in einer harmonischen Spielgemeinschaft mit dem SV Etzenricht, mit dem man auch in der Jugendarbeit kooperiert. "Das waren neue Wege, die sich vorher auch viele nicht vorstellen konnten. Als Abteilungsleiter war ich von dieser Maßnahme der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit überzeugt und brachte sie mit dem Etzenrichter Kollegen auf den Weg. Ein gutes Beispiel für die Gestaltungsmöglichkeit eines Abteilungsleiters zum Wohl des Vereins", schildert Vater.

Stilllegung kein Thema


Bis zum Saisonende erklärte sich Vater bereit, alle anfallenden schriftlichen Arbeiten zu erledigen. Doch dann ist für ihn Schluss. "Wer freiwillig ein Amt übernimmt, muss es auch ohne Probleme abgeben können", sagte er jüngst in der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die erneut keinen Nachfolger hervorbrachte. Was dann geschieht, falls die Abteilung bis dato immer noch führungslos sein sollte, mag sich keiner der beiden Verantwortlichen so recht ausmalen. "Dann müssten wir die Abteilung stilllegen und hätten keine aktive Mannschaft mehr im Spielbetrieb. Wer sollte die Mannschaften auch für die kommende Saison melden? Aber so weit kommt es hoffentlich nicht", hofft Windisch.

Sowohl der TSG-Vorsitzende als auch der scheidende Abteilungsleiter sind zuversichtlich, dass die Gespräche in den nächsten Wochen von Erfolg gekrönt sein werden. "Wir haben einen absolut funktionierenden Verein. Es darf nicht an einer Personalie scheitern. Es muss sich nur einer den Schritt zu machen trauen, zur Seite stehen ihm geballte Erfahrung und Unterstützung", sagt Windisch.

Wenn er, von mir aus, fünf Stellvertreter mit jeweils unterschiedlichen Aufgabengebieten wünscht, lässt sich darüber reden.TSG-Vorsitzender Werner Windisch


Das wäre kein Kaltstart, sondern während der Einarbeitungszeit stehe ich natürlich mit Rat und Tat zur Seite.Noch-Abteilungsleiter Rainer Vater
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