Weiherhammer hat kein Interesse mehr an Supermarkt-Neubau
Edeka-Pläne vom Tisch

Auf dem Grund gegenüber dem bestehenden Edeka hatte die Handelsgesellschaft Pläne für einen größeren Einkaufsmarkt. Nicht jeder Weiherhammerer war von dem Projekt angetan. Nach Widerstand aus der Bevölkerung verhandelte Edeka parallel mit Etzenricht. Jetzt beendet die Gemeinde Weiherhammer das Katz- und Mausspiel. Sie stellt die Verhandlungen mit Edeka ein. Die BHS Corrugated rodet als Grundeigentümerin das Areal trotzdem und will es zeitnah verkaufen. Bild: baw
Wirtschaft
Weiherhammer
22.01.2015
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Weiherhammer beendet das Katz- und Mausspiel. An einem Neubau eines Edeka-Markts hat die Gemeinde kein Interesse mehr. Die Kommune stellte die Planungen mit der Handelsgesellschaft ein, um mit einem anderen Investor verhandeln zu können.

"Es muss ein Schlussstrich unter die Planungen gezogen werden", betonte Bürgermeister Ludwig Biller in der Gemeinderatssitzung. Er monierte, dass es trotz des laufenden Bauleitplanverfahrens zur Ausweisung eines Sondergebietes und trotz mehrmaliger Aufforderung am Mitwirken des Investors gemangelt habe.

Frist verstreichen lassen

Da sich Edeka laut Biller selbst auf ein Schreiben der Gemeinde hin nicht mehr gemeldet habe und die gesetzte Frist kommentarlos verstreichen habe lassen, sei davon auszugehen, dass der Lebensmittelriese kein Interesse an der Fortführung der Bauleitplanung habe. Zudem sei es aufgrund des schwebenden Verfahrens schwierig gewesen, andere Interessenten zu einer Zusage zu bewegen. Der Gemeinderat stimmte Biller zu. Das Gremium sprach sich einstimmig für die Einstellung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabensbezogenen Bebauungsplanes an der Straße nach Mantel aus.

Areal wird abgeholzt

Auf Nachfrage versicherte Biller, dass der Gemeinde bisher keine Kosten entstanden seien. Und noch eine Information hatte der Gemeindechef parat: Die BHS Corrugated, Eigentümerin des Grundstücks, habe angekündigt, das Areal, auf dem der Edeka-Neubau geplant war, abzuholzen und die Wurzelstöcke zu entfernen. Die Arbeiten sollen noch im Januar beginnen. Danach plane das Unternehmen den Verkauf des Grundstücks. Weil die Gemeinde bemüht sei, die Ausrüstung der Feuerwehren auf dem neuesten Stand zu halten, sprach sich der Gemeinderat einstimmig für die Beschaffung von Digitalfunkgeräten für die Wehren von Weiherhammer mit Trippach und Kaltenbrunn aus. Die Kosten belaufen sich auf 26 151 Euro. Davon übernimmt die Regierung der Oberpfalz 17 053 Euro, der Gemeinde bleibt der Rest von etwa 9000 Euro.

Betreuung im Sommer

Der Wasserzweckverband Mantel-Weiherhammer bat auf Zustimmung für die Benutzung von gewidmeten Wegen für den Bau einer Anschlussleitung an die Wasserversorgung der "Steinwaldgruppe". Nach der Schließung der Brunnen 1, 2 und 3 habe es keine andere Lösung gegeben, um die Wasserversorgung langfristig zu sichern, erläuterte Biller. Die Kosten für die Leitung belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolge durch eine Ergänzungsabgabe sowie eine Erhöhung des Wasserpreises und der Grundgebühr. Der Zweckverband entschädigt die Gemeinde für die Nutzung der Wege einmalig mit 2300 Euro. Der Gemeinderat stimmte zu. Erstmals nimmt die Gemeinde in den Sommerferien das Betreuungsangebot für Kinder von "Learning Campus" in Anspruch. 1200 Euro macht die Gemeinde dafür locker, das sind 60 Euro pro Kind und Woche. Teilnehmen dürfen nur Kinder aus der Gemeinde.
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