Weiherhammer: Lebensmittelriese Edeka will nun lieber nach Etzenbricht
Neuer Investor noch dieses Jahr

Das Wäldchen auf der linken Seite soll demnächst gerodet werden. Dort soll bald Bauland entstehen, um Platz zu schaffen für einen neuen Lebensmittelmarkt. Der Edeka auf der gegenüberliegenden Seite macht 2018 dicht und verfolgt neue Pläne in Etzenricht. Bild: baw
Wirtschaft
Weiherhammer
27.01.2015
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Das Rathaus hat lange vergebens auf eine Antwort gewartet, ob Edeka in Weiherhammer bauen will oder nicht. Bei der BHS Corrugated war die Absage bereits vor Weihnachten eingegangen. Der Lebensmittelriese möchte lieber nach Etzenricht.

Die BHS ist Eigentümerin des Grundstücks zwischen Blüten- und Hauptstraße, wo der Supermarkt ursprünglich entstehen sollte. "Wir wurden von Edeka im Dezember informiert, dass sie die Pläne für Weiherhammer ad acta gelegt haben", sagt Prokurist Andreas Pirner. Kurz darauf habe er das der Gemeinde mitgeteilt.

Parzellen für Supermarktbetreiber oder Gemeinde

Pirner managt die Grundstücksgeschäfte für die BHS. Demnächst sollen auf den 14 000 Quadratmetern Bäume gefällt und Wurzelstöcke entfernt werden. Ein neuer Investor soll das Areal mundgerecht als Bauland vorfinden. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen, ob ein Supermarktbetreiber oder die Gemeinde den Grund kauft und Parzellen daraus macht." Zum Preis hält sich Pirner bedeckt. "Wir sind aber guter Dinge, dass es dieses Jahr noch klappt." Notfalls warte das Unternehmen mit dem Verkauf auch ein weiteres Jahr. Die BHS könnte sich ferner vorstellen, mehr Grund im Paket zu verkaufen. Denn neben der Supermarkt-Fläche hat sie die alten Hüttenwerkshäuser abreißen lassen. Dieses Areal stünde ebenfalls als Bauland zur Verfügung. "Es gibt dazu Überlegungen für ein Ärztehaus", erklärt Pirner.

Mietvertrag des bisherigen Edeka läuft 2018 aus

So bald droht Weiherhammer nicht, ohne Einkaufsmarkt dazustehen. Der Mietvertrag des bisherigen Edeka läuft 2018 aus. Die Immobilie gehört einer Fondsgesellschaft. Was sie mit den Flächen vorhat, ist unklar. Bürgermeister Ludwig Biller verhandelt inzwischen mit zahlreichen Vollsortimentern. Mit wem, möchte er noch nicht sagen. Es soll sich um die gängigen Namen handeln: Rewe, Penny, Plus, Netto und so weiter. Ob dann erneut Widerstand von einer Anwohnergemeinschaft zu erwarten ist, bleibt abzuwarten. "Ich habe nach dem Ende der Edeka-Pläne von der Gruppe keine Rückmeldung bekommen", sagt Biller. Auch gegenüber dem NT teilte die Interessengemeinschaft mit, keine Stellungnahme abgeben zu wollen.
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