11. Bürgerfest Wernberg-Köblitz
Feiern wie auf der Piazza

Ein schattiges Plätzchen, der Blick auf die malerische St.-Anna-Kirche - beim Bürgerfest ließ es sich gut feiern. Bild: Völkl
Kultur
Wernberg-Köblitz
19.07.2015
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Der Marktplatz als Piazza, der Ortskern als Flaniermeile: Bei Temperaturen wie im Italienurlaub setzte nach der Nachmittagsflaute am frühen Abend ein wahrer Ansturm aufs Bürgerfest ein. In lauer Sommernacht schlemmen, plaudern, Freunde treffen. Das gefiel.

Nachmittags Schwüle, dunkle Wolken. Die Besucher am Marktplatz waren doch sehr überschaubar. "Die kommen schon noch", meinten die Organisatoren Thomas Käsbauer, Maria Schlögl und Heidi Dotzler gelassen. Der Nachmittag war in Hand der Familien, die das Spielparadies an der alte Schule entdeckt haben. Dr. Loew Soziale Dienstleistungen hat den "Luna-Park" seit dem großen Inklusionsfest vor zwei Jahren zur festen Einrichtung beim Bürgerfest gemacht.

Karussell und Popcorn

Das Unternehmen schätzt, dass Menschen mit Handicap ganz selbstverständlich Teil der Gemeinde sind. "Darum sind wir und unsere Bewohner hier dabei", so Petra Brehm, Edgar Reindlmeier und Marianne Wagner. Drachenhüpfburg und Kriechtunnel waren stets belagert. Ein nostalgisches Karussell drehte sich unter schattigen Bäumen, Buttons und kleine Anhänger wurden gefertigt, die Kinder fantasievoll geschminkt. Das machte Spaß. Dazu gab es eine Tüte Popcorn, Hotdogs oder Smoothies.

Bilder: Claudia Völkl

18 Vereine und Anbieter beim Bürgerfest

Am Marktplatz war dann Schlemmen angesagt: Die Zahl der Vereine und Anbieter hat sich beim elften Bürgerfest wie im Vorjahr auf 18 eingependelt. Mehr als doppelt so viele waren es bei der Premiere. Doch diejenigen, die bei der Stange blieben, legten sich zusammen mit dem Bauhof ins Zeug: Heuer hatte man die Bachgasse abgespeckt, und sich auf dem Marktplatz ausgebreitet. Die Fete fiel diesmal nicht mit dem Mutter-Anna-Fest zusammen, wo der Platz tags darauf für den Frei-Altar gebraucht wurde.

Jetzt lag der Duft von gebrannten Mandeln und gegrillten Forellen in der Luft, lockten Pasta, Penne und Chili. Wer es traditionell liebte, griff zu Käse, Riesenbrezen und Bratwürstln. Gerne gegessen: der Wernburger. "Wir haben ihn erfunden und McDonald's hat den Big Mac draus gemacht", lachte Wolfgang Geitner beim Wenden der Patties. Je angenehmer die Temperaturen, umso länger die Schlangen an den Ständen.

Für ausreichend Verpflegung war gesorgt

Die Vereine sorgten vor. 100 Makrelen und 250 Forellen hatten die Sportangler vorbereitet. 60 Kilo Kartoffelteig die SPD für den Dotsch. "Mit Quark, Sahne, Ei und Dickmilch", verriet Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, die stundenlang den Teig im "Mariandl-Schmalz" kross anbriet. Bei der CSU hingegen gabs Kaffee und leckere Kuchen, abends in der Laube ein Glaserl Wein an hübsch eindeckten Tischen. Aperol und Prosecco bei den Freien Wählern, einen Tequila Sunrise bei der KJK, leckere Bowle und Schoko-Frucht-Spießchen bei den FC-Frauen, ein Schnapserl beim Kirwa-Verein, Bier und Radler beim FC-Bayern-Fanclub oder den Alten Herren: Jeder fand das seine. Musikalische Akzente setzten die Naabtaler ebenso wie das Duo "Jochen und Josephin". In der hinteren Gasse rockte zu späterer Stunde Lokalmatador "Subwaze" - immer ein Zugpferd.

"Es ist voll"

"Es ist voll, den Leuten gefällt es", kommentierte Thomas Käsbauer, während der beim Bayern-Fanclub ausschenkte. Es war ein Kommen und Gehen. Die Besucherzahlen dürften sich wieder bei 3000 eingependelt haben, schätzte das Orga-Team. Maria Schlögl dachte schon ans nächste Jahr. "Vielleicht könnte man wieder die B 14 sperren und einbeziehen - wie beim Inklusionsfest.". Doch am Samstag war erst mal feiern in lauer Sommernacht angesagt - und das ausgiebig.
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