Mosaik gerettet
"50er Jahrgang" baut Kunstwerk ab

Das Mosaik wurde aus der Wand gehoben und soll an einem Gebäude der Marktgemeinde wieder öffentlich sichtbar werden. Bilder: hfz (2)
Kultur
Wernberg-Köblitz
28.05.2016
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Der "50er Jahrgang" hat am Mosaik an der alten Schule Wernberg Hand angelegt. Nicht um es zu zerstören, sondern um es für die Nachwelt zu erhalten.

(hfz/ihl) Nachdem bekannt geworden war, dass die Schule in Wernberg abgerissen wird, konnte sich der Stammtisch des "50er Jahrgangs" zwar mit dem Abbruch des Gebäudes, nicht aber mit der Zerstörung des über dem Haupteingang angebrachten Mosaiks abfinden. Er fasste nach einer Besichtigung den Entschluss, das Kunstwerk zu retten.

Das Mosaik stellt zwei weiße Tauben dar. Den lateinischen Wortlaut der Inschrift "Transit Umbra - Manet Opera" (der Schatten vergeht - die Werke aber bleiben) verstanden die Stammtischler als eine Art Aufforderung, vor der Abrissbirne tätig zu werden. Das Kunstwerk wurde von dem Künstler Lois Wegerer aus Altfalter im Jahr 1954 gestaltet und angebracht.

Bürgermeister Georg Butz genehmigte nach Rücksprache mit dem Orts- und Kreisheimatpfleger Leo Berberich den Abbau des Mosaiks. Der "50er Jahrgang" fackelte nicht lange, stellte ein Arbeitsteam bestehend aus Fritz Beier, Reinhold Lang (hielt die Arbeitsabläufe in Bildern fest), Franz Schneider, Erich Winter, und Maria Bäumler zusammen. Waldemar Fleischmann versprach, die Brotzeit zu spendieren, da er nicht aktiv mithelfen konnte.

Dafür wurden die "Bauarbeiter" von Marktrat und Drittem Bürgermeister Georg Schlögl unterstützt. Er stellte nicht nur seine Arbeitszeit, sondern auch seinen Schlepper mit Zubehör zur Verfügung. Ohne diese Geräte wäre ein Abbau unmöglich gewesen. Viele Wernberger Bürger fanden diese Aktion super. Nun liegt die Entscheidung beim Marktrat, ob dieses Kunstwerk wieder an einem öffentlichen Gebäude in Wernberg angebracht werden kann, was alle ehemaligen Schüler der alten Volksschule freuen würde.
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