25 Jahre Hilfe für Mitmenschen

Zwei Tage lang feierte der Diakonieverein sein 25-jähriges Bestehen. Bild: hfz
Lokales
Wernberg-Köblitz
02.09.2015
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Der Evangelische Diakonieverein Wernberg-Köblitz wird heuer 25 Jahre alt. Das Geburtstagsgeschenk machte er sich am Wochenende selber: Zwei Filmnächte mit allem Drum und Dran.

Am Anfang stand die Nachbarschaftshilfe: Fahrdienste zum Arzt oder zur Kirche, Hilfe beim Hausputz, wenn durch einen Unfall plötzlich Not am Mann oder an der Frau war oder Besuche bei alten und kranken Menschen. Inge und Dieter Schulz aus Oberköblitz gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Gemeinsam mit der ehemaligen Vorsitzenden Hildegard Hösl aus Unterköblitz sowie Ursula Benner und Johanna Päge aus Luhe haben sie in den vergangenen Jahren viele Stunden investiert, um Menschen unbürokratisch beizustehen. Aufgabenteilung war dabei selbstverständlich. "Jeder hat das gemacht, was er gut konnte. So musste sich niemand überlastet fühlen", sagt Inge Schulz.

Heute ist der Verein auf 57 Mitglieder angewachsen und vor allem in zwei Bereichen aktiv: Jeden Tag sind Ehrenamtliche mit dem "Diakoniemobil" unterwegs, um älteren oder kranken Menschen rund um Wernberg-Köblitz ein Mittagessen zu bringen. Darüber hinaus organisieren Vereinsmitglieder seit zwei Jahren Ausflüge und Bastelnachmittage für Kinder und Familien. Dass der Verein bei der Programmgestaltung einen guten "Riecher" hat, wurde am Jubiläumswochenende deutlich: Rund 120 Kinder mit ihren Eltern fanden bei bestem Sommerwetter den Weg ins Festzelt. Kein Wunder, gab es doch im evangelischen Kirchengarten ein attraktives Vorprogramm mit Spielen, Kinderschminken und Popcornmaschine.

Mit dem Film "Madagascar" hatten die Organisatoren zudem den Geschmack der Kinder gut getroffen. Die offizielle Feierstunde zum "Silbernen Jubiläum" mit anschließender Filmnacht für Erwachsene fand am nächsten Tag statt. Bei kulinarischen Leckereien und dem Film "Monsieur Claude und seine Töchter" genossen 50 Gäste den Sommerabend.

Fest-Organisator und Kassier Stefan Bäumler begrüßte Freunde und Weggefährten aus der Vereinsgeschichte, darunter auch Bürgermeister Georg Butz mit Ehefrau: "Viele Menschen haben sich in den vergangenen 25 Jahren in der Nachbarschaftshilfe, beim Essen auf Rädern oder beim Ferienprogramm für Kinder engagiert. Sie haben dabei anderen die Hand gereicht und geholfen, wo Hilfe gebraucht wurde. Das ist ein Grund, um Danke zu sagen und gemeinsam zu feiern". Pfarrer Georg Hartlehnert machte sich in seiner Andacht Gedanken zum Logo des Diakonievereins: "Die tätige Nächstenliebe der Diakonie und die Wortverkündigung gehören unter dem Dach der christlichen Gemeinde zusammen."

Das als "Kronenkreuz" bekannte Signet der Inneren Mission deutete er als Schleifen eines Geburtstagspäckchens um: "Der Evangelische Diakonieverein ist ein Geschenk für unsere Gemeinde. Er ist für alle da. Er bindet andere ein als Helfende und als Beschenkte".
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