43 Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in verschiedenen Unternehmen
Wichtiger Beitrag zur Inklusion

Brigitte Kneissl berichtete über die Entwicklung und Bedeutung der Außenarbeitsplätze. Bild: wto
Lokales
Wernberg-Köblitz
16.10.2015
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Firmen aus einem Umkreis von 40 Kilometern rund um den Markt bieten vielen Menschen mit Handicaps seit fast 35 Jahren Außenarbeitsplätze. Dafür wollten sich die Wernberger Werkstätten im Musik-Cafe "B14" mit einem gemeinsamen Abendessen bedanken.

Werkstattleiter Peter Regler freute sich über die gut gelungene Integration in den vergangenen Jahrzehnten im Beschäftigungsbereich außerhalb der Wernberger Werkstätten für behinderte Menschen. Zweiter Landrat Joachim Hanisch stellte fest, dass es bei der Inklusion besonders wichtig sei, Arbeitsplätze zu schaffen. Als Erfolgsgeschichte wertete er es, dass die Menschen ernst genommen und bei den Arbeitgebern aus der Umgebung sehr geschätzt werden. Vielen eventuellen Bedenken seitens der Bevölkerung werde so entgegengetreten. Bürgermeister Georg Butz bestätigte, dass der Firmenverbund seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner ist. Inklusion werde in der Marktgemeinde schon lange gelebt.

Die Geschäftsführerin des Gesamtfirmenverbundes "Dr. Loew Soziale Dienstleistungen", Sandra Loew, war stolz darauf, dass es der Werkstatt für behinderte Menschen gelungen sei, so viele externe Arbeitsplätze zu erschließen - und dies zu einer Zeit, als Inklusion noch ein Fremdwort war. Anschließend berichtete Brigitte Kneissl vom Sozialdienst der Werkstatt für behinderte Menschen über die Entwicklung und Bedeutung der Außenarbeitsplätze. Seit 2001 sei es durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Wernberger Werkstätten und ansässigen Betrieben möglich, dass Menschen mit einer Behinderung unter besonderen Bedingungen in einem "normalen" Betrieb arbeiten können. Beschäftigungen gab es bereits vorher als sogenannte "externe Plätze" der Arbeitstherapie Wernberg. Bei Gründung der Werkstätte für behinderte Menschen 2001 wurden sie dann in einen Außenarbeitsplatz der Werkstatt für behinderte Menschen überführt.

Der längste Außenarbeitsplatz besteht bereits seit 35 Jahren. Diese Jobs würden das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft stärken. Dabei behalten die Beschäftigten aber weiterhin den geschützten Rahmen eines Werkstattplatzes. Die Außenarbeitsplätze besitzen alle Vorteile einer Beschäftigung in der Werkstatt für behinderte Menschen, inklusive der Betreuung durch den Sozialdienst der Wernberger Werkstätten. Derzeit gebe es 43 Außenarbeitsplätze und 2 im Berufsfindungsbereich. Nach einer jüngsten Umfrage äußerten sich 90 Prozent der Beschäftigten in externen Arbeitsplätzen zufrieden bis sehr zufrieden über ihre Beschäftigung
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