Altes Kreuz in neuem Licht

Das Kreuz wurde auf Betreiben der Familie Kehrer nach einem Entwurf von Pfarrer Norbert Demleitner restauriert. Bild: hfz
Lokales
Wernberg-Köblitz
30.09.2014
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In den Wäldern rund um den Markt gibt es viele Orte, deren Besuch sich lohnt. So einen Platz findet man zum Beispiel im Waldgebiet "zur Roten Marter". Dort steht ein Findling mit einer langen Geschichte.

Man erreicht das Waldgebiet über den Ort Feistelberg oder einen Weg, der am östlichen Ortsausgang von Wernberg von der B 14 abzweigt. Geht man von der "Roten Marter" zur Christophorus-Quelle, fällt einem nahe der Quelle der Findling auf, der ein Kreuz trägt. Dieses Kreuz ist das Grabkreuz der Vorfahren der alteingesessenen Wernberger Familie Kehrer. Der Korpus ist vermutlich mehr als 100 Jahre alt.

Vor kurzem wurde es auf Betreiben der Kaufmannsfamilie Hans Kehrer restauriert. Metallbauer Gerhard Bäumler hat es nach einem Entwurf von Pfarrer Norbert Demleitner, dessen Schwester die Ehefrau von Hans Kehrer ist, gestaltet. Die Hintergrundplatte, auf der das Kreuz befestigt ist, zeigt einen kreuzförmigen Ausschnitt, so dass Licht das Kreuz umflutet. Der Geistliche möchte damit zum Ausdruck bringen, dass den Menschen oft ein Kreuz auferlegt wird, das im ersten Augenblick unerträglich erscheint, das sich aber schließlich als durchschaubar, leichter und lichter erweist. Damit die Witterungseinflüsse etwas abgemildert werden, ist über dem Kreuz ein kleines Kupferdach angebracht, das die Firma Hans Ebenburger gefertigt hat. Eine Tafel am Findling nennt die Jahreszahl 2014 und Namen der Stifter: Familie Kehrer, Pfarrer Norbert Demleitner, Gerhard Bäumler und Georg Rebl.

Auch der Zugang zur Christophorus-Quelle wurde neu gestaltet. So führt ein stabiles Geländer zur Quelle. Ruhebänke laden zum Verweilen und zur Besinnung ein. Die Quelle, trägt ihren Namen deshalb, weil in der Familie Kehrer, die die Eigentümerin des Waldgebiets um die Quelle ist, häufig der Name "Christoph" vorkommt.

Der heilige Christophorus brachte der Legende nach als Fährmann den "Weltenherrscher" in Gestalt eines kleinen Kindes über den Fluss. Die beiden Senioren der Familie Kehrer, Hans und Christoph, freuen sich, dass es gelungen ist, das Grabkreuz ihrer Vorfahren auf diese Weise zur Geltung zu bringen.
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