Beschluss wahrt Lokalfrieden

Den Zugangsbereich zum Friedhof lässt die Marktgemeinde gestalterisch aufwerten. Bild: Held
Lokales
Wernberg-Köblitz
10.08.2015
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Der Bereich der beiden Hauptzugänge und der Vorplatz des Leichenhauses im Wernberger Friedhof werden neu gepflastert. Der Bauausschuss entschied sich für die billigere Variante.

Die Treppenanlagen der Haupteingänge werden im Zuge der Ortskernsanierung an der Weidener Straße erneuert. Vorgesehen ist auch eine Befestigung der Eingangsbereiche sowie der Fläche vor dem Leichenhaus. Zusammen sind das 78 Quadratmeter. Ein Quadratmeter Granitbelag kostet rund 160 Euro. Die Firma Baumer würde diese Arbeiten für 25 000 Euro erledigen, ließ Bürgermeister Georg Butz die Mitglieder bei der Sitzung des Bauausschusses im Rathaus wissen. Bei Betonpflaster - der Quadratmeterpreis liegt zwischen 60 und 62 Euro - verringern sich die Kosten um 7000 auf 18 000 Euro.

Nicht viel zu überlegen

Da bedurfte es keiner langen Diskussion, der Ausschuss wählte die billigere Variante. "Das trägt auch zum Lokalfrieden bei", kommentierte Butz die einstimmige Entscheidung. Im Oberköblitzer Friedhof wurde ebenfalls Betonpflaster verlegt. Der Zugang des Missionskreuzes muss noch warten. Butz zufolge soll dieser erst neu gebaut werden, wenn die Maßnahmen an den Seitenwegen erledigt sind. So bestehe nicht die Gefahr, den neuen Zugang durch Baumaschinen zu beschädigen.

In Höhe der Weidener Straße 21 wird auf Anregungen von Bürgern das Hochbord auf der Friedhofseite abgesenkt. Rollstuhlfahrer oder Friedhofsbesucher mit Rollatoren können bequem auffahren und müssen keine Umwege machen. Abgelehnt hat das Gremium den Wunsch, neben dem Haupteingang zum Missionskreuz zwei zusätzliche Längsparkplätze auszuweisen, um eine nahe Parkmöglichkeit zum alten Friedhofteil zu schaffen. Unmittelbar beim Eingang gibt es bereits zwei Parkplätze. Stefan Ott vom Bauamt rechnet mit Kosten von 2500 bis 3000 Euro pro Stellplatz. Alternativ würde die Böschung eingegrünt. "Was tun?", fragte der Bürgermeister und erhielt die einhellige Antwort: "Es gibt keine Veranlassung zur Schaffung weiterer Parkplätze."

Um Gerüchten entgegenzutreten, umriss das Bauamt noch einmal die Kosten für die Rampenanlage am und die Stützwand beim Leichenhaus. Die Rampenanlage für 100 000 Euro, gefördert mit 60 Prozent, kostet den Markt 40 000 Euro und für die Wand (48 000 Euro) bleibt Wernberg-Köblitz ein Eigenanteil von 20 000 Euro. "Das sind zusammen 60 000 Euro" sagte Ott. 300 000 Euro würden teilweise kolportiert.

Der Zeitplan ist unter anderem durch einen zweiten Zugang von der Postleite zum Friedhof, den Steig zur Kinderheimstraße und die Sanierung des Erdkellers aus dem Lot. Ende Oktober/Anfang November dürfte alles fertig sein. Die Feinschicht auf der Postleite wird erst aufgetragen, wenn der Auftrag für den Breitbandausbau erteilt ist. Butz rechnet mit der Vergabe in der Bauausschusssitzung am 15. September.

In den kommenden Wochen wird entlang des Friedhofs und auf dem Parkplatz West gearbeitet. Die Leichenhaussanierung steht 2016 an. Hans Zitzler (Freie Wähler) wollte wissen, ob die Postleite bereits abgerechnet und die Anlieger zahlen müssen. Nach den Worten des Bürgermeisters wird das Projekt vorfinanziert und erst umgelegt, wenn sie ganz angebunden und alle Arbeiten erledigt sind.
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