Bürgermeister auf Planer stinksauer

Der Bau- und Umweltausschuss diskutierte im Bauhof weitreichende Fragen. Bild: wto
Lokales
Wernberg-Köblitz
23.09.2015
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Das Ingenieurbüro SHP bezifferte die Kosten für zusätzliche Arbeiten im Wasserwerk auf 5000 Euro, am Ende aber wurden es 16 000 Euro und damit mehr als das Dreifache. Der Bürgermeister schäumte: "Ich bin stinksauer."

Beim neuen Wasserwerk musste nach Empfehlung des Ingenieurbüros SHP ein Auftrag für die Feineinstellung der verfahrens- und maschinentechnischen Anlagen erteilt werden. Da die Modernisierungsarbeiten demnächst abgeschlossen sind, stehen die Feineinstellungen der einzelnen Anlagen an. Als Beispiele nannte Butz die Wasserqualität, ph-Wert und Luftmengen.

SHP reichte nun ein Angebot für diese besonderen Ingenieurleistungen von netto knapp 10 000 Euro. Hinzu kämen nochmals um die 9000 Euro für die einzelnen Feinjustierungen. Damit war am Ende das Gremium einverstanden.

Dann aber krachte doch. Für zusätzliche Arbeiten im Wasserwerk bezifferten die Planer Kosten von 5000 Euro, am Ende aber wurden es 16 000 Euro und damit mehr als das Dreifache. Butz: "Ich bin stinksauer auf SHP! Anstatt das Gremium vorher über die eklatanten Mehrkosten zu informieren, sollen wir es jetzt nur noch nachträglich genehmigen." Mit dem Ingenieurbüro aus Markt Schwaben habe es schon eine Vielzahl von Verstimmungen gegeben. So ging es auch den Markträten. Nun will der Bürgermeister klärende Gespräche führen und möglichen Ersatz der Mehrkosten.

Aufgeschlossen zeigte sich der Bau- und Umweltausschuss bei den Bauanträgen. Beim ersten ging es um den Antrag eines Milchviehlaufstalles mit Nebenräumen und Güllegrube in Schwarzberg. Der Kommentar von Bürgermeister Butz: "Das wird eine vollautomatische Anlage." Einige Hürden gab es für das Vorhaben aber doch noch zu überwinden. Die Genehmigung wurde unter der Vorbehalt ausgesprochen, sofern die notwendigen Erschließungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Ein Plazet gab es für die Errichtung eines Werbepylons und Austausch von zwei Hauben an der bestehenden Werbestele in der Paul-Schiedt-Straße 5a und 5b. Ein Smart-Haus in Wernberg? Unter den gegebenen Umständen unmöglich. Daher verweigerten die Markträte ihr Ok. Hier ging es um die Anfrage über die Errichtung eines Smart-Hauses in Wernberg im Bereich Schulstraße 8/Talstraße. Butz gab zu bedenken, dass die Zufahrt problematisch sei: "Für die Parkplätze müsste er über öffentlichen Grund. Zudem entspricht das Gebäude nicht dem bestehenden Bebauungsplan." Bauamtsleiter Stefan Ott ergänzte, dass daher die Zufahrt nicht gesichert ist. Den Bedenken schloss sich daher auch das Gremium an.

Die Lastwagen-Reifen der Feuerwehren Wernberg und Oberköblitz haben die gesetzlich vorgeschriebene Lebensdauer von zehn Jahren erreicht. Betroffen sind davon LF 16/12 und TLF 16/25. Laut Hersteller der Fahrzeuge dürfen nur Michelin-Reifen verwendet werden. Während der ortsansässige Händler 8239 Euro veranschlagte, wären es bei einem aus Weiden lediglich 7982 Euro.

Welches Angebot nehmen? Berücksichtigt man die Tatsache, dass alle Fahrzeuge nach Weiden gebracht werden müssen und damit auch Personalkosten entstehen, ergäbe sich dann auch eine Endsumme wie für Reifen Wagner, gab Butz zu bedenken. Zudem spreche für den Wernberger, dass die Fahrzeuge unkompliziert und auf kurzem Wege dort hingebracht werden können. Dem schloss sich letztendlich trotz des höheren Angebotspreises der Ausschuss an.
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