Bürgertreff am Weihnachtsmarkt

Auf dem vollen Marktplatz heiß ersehnt: der Besuch des Nikolauses. Hinter dem weißen Bart steckte Pastoralassistent Maximilian Prawida. An die sehnsüchtig wartenden Kinder verteilte er Süßigkeiten. Bilder: Völkl (2)
Lokales
Wernberg-Köblitz
01.12.2014
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Welche Freude doch ein Korb voller Süßigkeiten machen kann, wenn sie beim Weihnachtsmarkt vom Heiligen Nikolaus verteilt werden. Das ist den Kindern in diesem Augenblick mehr wert, als eine trendige Playstation.

Als die Dunkelheit hereinbrach, mussten die vielen Besucher - etwa 2000 schätzten die Organisatoren - eng zusammen rücken: War der Markt am Nachmittag schon recht gut besucht, so strömten die Besucher gegen Abend in die Ortsmitte - wohl ganz der Nase nach. Der rauchige Grill-Geruch der Bratwürste und Knacker mischte sich mit würzig-süßem Glühweinduft.

Beim Stand des Pfarrgemeinderates schöpfte Pfarrer Markus Ertl selbst aus dem dampfenden Topf und verkaufte das wärmende Getränk. Waffeln und Glücksstollen mit "versteckten" Gutscheinen waren beim Kinderhaus St. Anna der Renner. Bei den Freien Wählern wurden Eierpunsch und "süße Weihnachtsträume" verkostet und im Eine-Welt-Laden hielt SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder die Stellung, während ihre Marktratskollegen Lose an den Mann brachten. Und das ganz erfolgreich: Immerhin gab es eine Berlinreise zu gewinnen. Der Erlös der Aktion wird Gusti Blotzki mitgegeben, wenn sie im März nach Kenia fliegt. Regelmäßig bringt die 81-Jährige Spendengelder zu bedürftigen Kindern.

Große Auswahl

Bei Gusti Blotzki und an den weiteren 16 Ständen, angefangen vom Frauenbund bis hin zu Dr. Loew Soziale Dienstleistungen, wurden Geschenkartikel liebevoll präsentiert, die den Alltag verschönern: Die Palette reichte von selbstgestrickten Socken über Liköre und hübsch verpackten Marmeladenmischungen bis hin zu Holzarbeiten und Metalldesign. Ein Hingucker auch die gefilzten Lampenbezüge der Grund- und Mittelschule oder die Weihnachtsbäumchen des Kindergartens St. Josef: mal in Form von Kissen. Der Diakonieverein hatte fleißig gebastelt, um die Nachbarschaftshilfe zu unterstützen. Der Clou: kleine Söckchen mit Clip für den Einkaufswagen-Chip.

Am Arm eine Einkaufstüte, in der Hand einen Becher Glühwein und eine Bratwurstsemmel - in gemütlicher Runde wurde geplaudert. Die Bläser der Jäger-Kreisgruppe Nabburg stießen ins Horn und die Naabtaler Musikanten spielten weihnachtliche Lieder. Stets umringt waren die anheimelnden Feuerstellen: alte Waschmaschinentrommeln, ummantelt mit Ziegelsteinen. Die Kinder zog es zu Heidi Dotzlers Stockbrot, das - über dem offenen Feuer gebacken - so richtig knusprig wurde.

Wenn auch das Wetter nicht gerade weihnachtlich war, der Lichter-Christbaum neben der St.-Anna-Kirche und die lodernden Feuerstellen sorgten für Behaglichkeit, wenn man das Schlangestehen an den umlagerten Verpflegungsständen hinter sich gebracht hatte.

Der Weihnachtsmarkt war ein Erfolg: Heidi Dotzler und Maria Schlögl, die den Markt zusammen mit der Gemeinde koordiniert hatten, konnten ebenso zufrieden sein wie Bürgermeister Georg Butz.
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