Diskussion um die Aufwandsentschädigung - Auch die Überjacken sind bei der Feuerwehr Wernberg ...
Arbeit der Gerätewarte kein "Larifari"

Lokales
Wernberg-Köblitz
13.01.2015
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Kommandant Dieter Schweiger nutzte bei der Jahreshauptversammlung die Gelegenheit, um Zweiten Bürgermeister Alexander Werner auf zwei Themen anzusprechen, die dem Kommandanten seit mehreren Jahren schwer im Magen liegen.

Zum einen wies er auf die fehlenden Überjacken für Atemschutzgeräteträger hin. Hierbei handle es sich um eine notwendige Schutzausrüstung, die er bereits im Jahre 2013 beantragt und in der Bedarfsmeldung 2014 angefordert habe. Auch im Feuerwehr-Fachausschuss sei das Thema behandelt worden, doch seither habe er nichts mehr gehört. In die Bedarfsmeldung für 2015 habe er diese Überjacken noch einmal aufgenommen. Diese Jacken seien als Schutzausrüstung für jeden Atemschutz-Geräteträger vorgeschrieben.

Das zweite Thema betraf eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die Gerätewarte. Bereits 2012 habe er sich in der Jahreshauptversammlung an die damalige Zweite Bürgermeisterin gewandt und dieses Thema weiter bei der Marktgemeinde thematisiert. Im Juni letzten Jahres habe man eine Stundenauflistung gefordert, die auch beigebracht wurde - doch seither habe die Wehr wieder nichts mehr dazu gehört.

Amt niedergelegt

Da sich in dieser Angelegenheit nicht tue, legten die beiden Gerätewarte, Werner Fischer und Tobias Weidner, zum Jahresende ihr Amt nieder. Dieter Schweiger bat Alexander Werner, dass er sich auch dieses Themas annehmen möchte, denn andernfalls müsse die Gemeinde in diesem Jahr die rund 110 prüfpflichtigen Geräte von einer Fachfirma testen lassen.

Werner Fischer ergänzte, auch im Namen von Tobias Weidner, dass man keine Reichtümer erwarte, aber doch eine angemessene Aufwandsentschädigung für die Tätigkeit und die Verantwortung, die man hier trage. Die Marktgemeinde habe für die beiden Gerätewarte zusammen im letzten Jahr eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro bezahlt, das entspricht bei geleisteten 296 Stunden einem "Stundenlohn" von 0,67 Euro pro Stunde. Die Tätigkeit der Gerätewarte, wie beispielsweise auch bei Atemschutzgerätewarten, sei kein "Larifari".

Man sei verantwortlich dafür, dass die Feuerwehrkameraden das technische Gerät bei einem Einsatz nutzen können und dieses in einem einwandfreien Zustand sei. Der Marktgemeinde seien deutlich Kosten erspart worden. Werner Fischer betonte, dass man grundsätzlich durchaus bereit sei, diese Tätigkeit fortzuführen, aber nicht unter den derzeitigen Bedingungen.

Zweiter Bürgermeister Alexander Werner sicherte dem Kommandanten zu, dass er sich der beiden Themen annehmen würde. Die Marktgemeinde sei bemüht, die Feuerwehren bestmöglich auszustatten.

Investitionen stehen an

Im letzten Jahr habe man 200 000 Euro ausgegeben, 116 000 entfielen dabei auf den Verwaltungshaushalt (Unterhaltskosten, Personalkosten etc.), der Rest auf Investitionen. Auch wisse man, dass in den kommenden Jahren weitere Investitionen anstehen, zum Beispiel für Fahrzeugersatzbeschaffungen. "Wer Feuerwehrmann ist, ist das mit Leib und Seele - das drückt ihr unermüdliches Engagement deutlich aus. Dafür danke ich Ihnen", so Zweiter Bürgermeister Alexander Werner.
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