Ehrenamt "Seele der Gesellschaft"

Die Betreuung der über 700 Asylbewerber im Landkreis sei ohne Mithilfe von Ehrenamtlichen nicht zu schultern, erklärte Landrat Thomas Ebeling (stehend) vor zahlreichen Gästen im Schützenheim. Der CSU-Ortsverband hatte Vertreter von Organisationen als Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement zum Weißwurst-Frühschoppen eingeladen. Bild: ohr
Lokales
Wernberg-Köblitz
24.04.2015
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Jedes Jahr bedankt sich der CSU-Ortsverband bei den Repräsentanten der Vereine und Organisationen des Marktes. Bei einem Weißwurst-Frühschoppen gab es von allen Seiten Lob für ihr ehrenamtliches Engagement.

CSU-Ortsvorsitzende Elisabeth Weidner freute sich bei der Begrüßung im Schützenheim, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt waren. Sie zollte den Vertretern der Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes, des Pfarrgemeinderats, des Frauenbundes und der Katholischen Arbeiternehmerbewegung (KAB) sowie der Sport-, Kultur - und Gesellschaftsvereine Anerkennung. "Das Ehrenamt ist die Seele unserer Gesellschaft", betonte die Sprecherin. Kein Staat, keine Kommune und keine politische Gruppierung könne diese Leistungen finanziell aufwiegen oder gar in Eigenregie schultern. Die Organisationen seien Garanten für eine lebenswerte und lebendige Gemeinde. Sie böten eine breite sportliche und kulturelle Vielfalt. Die Menschen - insbesondere die Jugend - lernen Zusammenhalt und Rücksichtnahme als Werte einer Gemeinschaft kennen.

"Die Vereine gestalten das Leben in der Gesellschaft mit", unterstrich Landrat Thomas Ebeling. Die Jugendlichen würden in einem soliden Umfeld gut betreut. Der Landkreis Schwandorf vergebe für herausragendes ehrenamtliches Engagement die Bayerische Ehrenamtskarte in zwei Kategorien. Über 1000 solcher Auszeichnungen seien bereits an Landkreisbürger verliehen worden.

Von Rekord zu Rekord

Die Marke von 700 Asylbewerbern ist im Landkreis schon überschritten. "Diese Herausforderung ist ohne ehrenamtliche Mithilfe nicht zu schultern", verdeutlichte Ebeling. Die Zuständigkeit - Gemeinde, Landratsamt oder Regierung der Oberpfalz - richte sich nach der Anzahl der aufzunehmenden Asylbewerber. Wirtschaftspolitisch gehe es voran, fuhr der Sprecher fort. Gewerbesteuer und der Anteil an der Einkommensteuerbeteiligung "eilen von Rekord zu Rekord". In diesem Zusammenhang galt sein Dank den Bürgermeistern vor Ort.

Für Asylbewerber sind drei Objekte vorgesehen, informierte Bürgermeister Georg Butz in seinem Grußwort. Zur schnellen Vergabe von Gewerbeflächen an Ansiedlungswillige sei eine ausreichende Bevorratung unbedingt erforderlich, konstatierte das Marktoberhaupt. Die Kommune besitze nur sehr wenige eigene Bauplätze, um die Nachfrage zu befriedigen.

Die Ausweisung eines neuen Baugebietes stoße auf Schwierigkeiten, da als Voraussetzung dafür zunächst die 180 im Privatbesitz befindlichen Baulücken geschlossen werden sollten. "Der Markt Wernberg-Köblitz ist gut aufgestellt und auf einem guten Weg", resümierte der Bürgermeister zum Abschluss.
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