Franz Neblich berichtet über seinen dreijährigen Aufenthalt in Karatschi
Eindrücke aus Pakistan

Franz Neblich blickte auf Einladung des Kulturforums auf seinen dreijährigen Aufenthalt in Pakistan zurück. Bild: hfz
Lokales
Wernberg-Köblitz
20.04.2015
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In Worten und Bildern ging es auf eine Reise nach Pakistan: Auf Einladung des Kulturforums referierte Franz Neblich über seine dreijährige Tätigkeit in der Millionenstadt Karatschi. Nach der Begrüßung durch den zweiten Vorsitzenden des Kulturforums, Hermann Meiller, stimmte der Referent mit Musik aus Pakistan auf den Vortrag ein.

Anfangs berichtete er, wie es zu diesem dreijährigen Einsatz von 1972 bis 1975 im Zuge der Entwicklungshilfe kam. Die Befürchtung, dass das größte Problem die fremde Sprache sein wird, habe sich nicht bestätigt. Neblich war als Elektro-Abteilungsleiter in der "St. Patrick's Technical School" mitten in der Metropole Karatschi eingesetzt. Er war der letzte deutsche Entwicklungshelfer in diesem Projekt, das eines der ersten Großprojekte von Misereor war und Mitte der sechziger Jahre errichtet wurde.

Die Idee, die zur Gründung dieser Schule führte, war es, den sogenannten "drop-outs" eine Handwerksausbildung zu ermöglichen. Dies waren Schulversager, die im geradlinigen Bildungssystem herausfielen und sonst keine Chance hatten. Neben der praktischen und theoretischen Unterweisung der Schüler wurden angehende Lehrer trainiert. In seinem Vortrag ging Neblich auch auf die Gründung der Republik Pakistan und auf die Entwicklung der größten Stadt, der Industrie und Hafenstadt Karatschi, ein. Bei der Staatsgründung 1947 hatte Karatschi 300 000 Einwohner, 1981 waren es 7 Millionen und 2010 13,1 Millionen. In diesen Tagen ist eines der größten Probleme des Landes die Energieversorgung. Die vielen Strom- und Gas-Abschaltungen führten dazu, dass viele Industriebetriebe dicht machten und eine technische Ausbildung für junge Leute nicht mehr attraktiv ist.

Seit seiner Pensionierung ist Neblich bereits fünf Mal zu Kurzzeiteinsätzen in Pakistan gewesen. 97 Prozent der Bevölkerung sind Moslems, die Christen im Land sind eine Minderheit. Die Pakistaner seien freundlich und hilfsbereit - und die orientalische Gastfreundschaft sei auch heute noch gegeben.
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