Geschäft mit dem Schneefall

Lokales
Wernberg-Köblitz
21.02.2015
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"Innovative Winterdienstgeräte in guter Qualität zu fairen Preisen zu liefern", lautet seit 45 Jahren die Firmenphilosophie der Gmeiner GmbH. Wie das in der Praxis aussieht, schauten sich am Freitag SPD-Politiker an.

Geschäftsführer Wilfried Müller kam 2008 zum Unternehmen, das damals vom Standort Träglhof bei Hirschau in das Industriegebiet-West umzog. Am neuen Firmensitz in der Daimlerstraße befinden sich seitdem die Entwicklung, die Produktion und die Verwaltung unter einem Dach.

MdB Marianne Schieder, die Landtagsabgeordneten Franz Schindler und Reinhold Strobl sowie stellvertretender Bürgermeister Alexander Werner ließen sich den Betrieb zeigen, der seit 2007 zum Schweizer Unternehmen "Bucher Municipal" gehört. Der führende Hersteller von Fahrzeugen zur Reinigung öffentlicher und privater Verkehrsflächen verfügt über ein weltweites Netzwerk eigener Vertriebsorganisationen und eröffnete der Gmeiner GmbH damit neue Exportmöglichkeiten. "Die Auslandsgeschäfte machen mittlerweile 40 Prozent aus", versicherte der Geschäftsführer den SPD-Politikern - Tendenz weiter steigend.

Das Unternehmen reagiert auf die Wünsche der Kunden und versucht, die Geräte zum Schneeräumen und Enteisen ständig zu optimieren. "Die Automatisierung schreitet auch hier voran", gibt Müller zu verstehen. Per Knopfdruck könne der Fahrer die Hightech-Geräte einstellen und der jeweiligen Witterung anpassen. Mit den neuen Flüssigstreuern lasse sich präventiv arbeiten und der Bildung von Straßenglätte vorbeugen. Die neueste Errungenschaft der Gmeiners ist der "Syrob Collector", mit dem der Fahrer Gegenstände aufnehmen kann, ohne aussteigen zu müssen. "Er ist besonders für den Einsatz auf Autobahnen geeignet", erklärt Produktmanager Harald Voit.

Das Unternehmen mit aktuell 44 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 14 Millionen Euro reagiert auch auf den Klimawandel und verlagert die Märkte zunehmend dorthin, "wo auch Schnee fällt". Den Produktionsstandort Wernberg-Köblitz will die Firmenleitung allerdings nicht verlassen. "Die Lage hier am Autobahnkreuz ist ideal", so der Geschäftsführer. Seine Sorge ist die finanzielle Situation vieler Kommunen, die es sich nicht leisten könnten, in neue Schneeräum- und Enteisungsgeräte zu investieren. "In die Aufrechterhaltung der Infrastruktur muss mehr investiert werden", fordert deshalb Müller von der Politik. Bei den SPD-Politikern rannte er damit offene Türen ein. Auch sie wünschten sich eine bessere Finanzausstattung der Kommunen.
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