Immerwährender Glaube

Die Kirchenglocke konnte während des Festtages besichtigt werden. Bild: hfz
Lokales
Wernberg-Köblitz
16.09.2015
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Die evangelische Gemeinde feierte ihr Kirchweihfest. Verbunden war es mit einem Jubiläum im Kirchenbau.

"62 Jahre ist die Wernberger Erlöserkirche alt, ein etwas krummer Geburtstag also. Ein Teil der Kirchenausstattung bringt es heuer aber auf 525 Jahre", stellte Pfarrer Georg Hartlehnert in seiner Begrüßung fest. Die kleinste der vier Glocken stamme aus dem Jahre 1490 und hing zunächst in Niederschlesien. Sie habe alle Kriege überdauert. Mit einem Umweg über Hamburg sei sie 1953 rechtzeitig zur Einweihung der Kirche nach Wernberg-Köblitz gekommen: "Diese Glocke ist ein Zeichen des Dankes dafür, dass der Glaube die Zeiten überdauert. Sie ist ein Mahnzeichen und erinnert daran, dass Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg hier diese Kirche bauten und eine neue Heimat fanden." In seiner Kirchweih-Predigt lud Pfarrer Hartlehnert zur Offenheit ein: "Mauern bieten Schutz, aber sie trennen auch zwischen drinnen und draußen. Menschen, die sich die tragenden Mauern ihres Lebens, ihrer Kirche und ihrer Gemeinschaft offen halten, werden Gott auch andernorts spüren können und am Werk sehen." Der Posaunenchor der Muttergemeinde Rothenstadt bereicherte den Gottesdienst mit festlicher Bläsermusik. Mit einem Weißwurstfrühstück im Kirchengarten feierte die Gemeinde den Geburtstag ihrer Kirche und der altehrwürdigen Glocke.
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