Industriegebiet im Sonnenlicht

Lokales
Wernberg-Köblitz
18.10.2014
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Staatssekretär Albert Füracker spricht von Landesentwicklung pur und meint das neue derzeit 27 Hektar große Industriegebiet West II. Die offizielle Freigabe am Freitagnachmittag wurde gleich mit dem symbolischen Spatenstich für die Umsiedlung und Erweiterung der Firma Betz verbunden. Weitere werden bald folgen.

Vier Firmen - Glomann, Betz, Kiener und das Autohaus Götz - sind fix, "ein Privatmann will Hallen zur Weitervermietung bauen und drei weitere Firmen werden bis Jahresende vermutlich noch dazukommen". Verwaltungsleiter Stefan Falter rechnet damit, dass bis zum Ende 2014 drei Hektar verkauft sind. Auch eine Anfrage eines High-Tech-Betriebes läge vor. Dieser benötige allerdings zwei bis zweieinhalb Hektar und würde auf den zweiten Bauabschnitt passen.

Angesichts dieser Prognosen war die Stimmung am Freitag entsprechend gelöst, zumal sich rechtzeitig auch die Sonne blicken ließ. Das veranlasste Bürgermeister Georg Butz dazu, den Staatssekretär im Ministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat Albert Füracker mit den Worten zu begrüßen: "Die Sonne meint es gut mit Ihnen." Dieser konterte: "Der Staatssekretär hat die Sonne mitgebracht."

Schnell kam Butz aber auf die harten Fakten zu sprechen. Er erinnerte an die lange Entwicklungszeit von fast drei Jahren bis diese 27 Hektar erschlossen waren. Ende Dezember werde auch auf dem zweiten Abschnitt Baurecht herrschen. Dem Markt stehen dann 40 Hektar Industrieflächen zur Verfügung, Grund, den er für fünf Millionen Euro gekauft hat. Hier dankte Butz den Grundstücksbesitzern, die durch ihre Abgabebereitschaft dies alles erst ermöglicht hätten. Weitere vier Millionen hat Wernberg-Köblitz in die Erschließung investiert.

Nach Ansicht Fürackers gut angelegtes Geld, denn die Marktgemeinde habe aktiv die Zeichen der Zeit erkannt, keine schlechten Voraussetzungen und das Beste daraus gemacht. Gemeinden bezeichnete er neben den Familien als die wichtigsten Keimzellen der Gesellschaft vor Ort. Industriegebiete sorgten dafür, dass Familien hier blieben oder neue zuzögen. Das sei Landesentwicklung. Der Freistaat unterstütze die Kommunen dabei, zum Beispiel beim Breitbandausbau, denn ein schnelles Internet sei für Unternehmen heute bedeutender als der Gewerbesteuersatz. "In ein paar Jahren sehen wir nicht mehr soweit", prognostizierte der Staatssekretär beim Blick über das neue Industriegebiet West II, "da stehen hier veritable Betriebe". Die Gemeinde habe dann das gleiche Problem wie heute: "Wo tun wir die nächsten Firmen hin?" Das Landratsamt mit Wirtschaftsförderer Rudolf Reger, so Landrat Thomas Ebeling, unterstütze ansiedlungswillige Firmen, brauche aber die Gemeinden, die die Areale zur Verfügung stellten. Besonders freue es ihn, dass im Norden des Kreises jetzt viele Flächen vorhanden seien und es mit der Wirtschaft weiter aufwärts gehe.
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