Nichts Großes

"Der Weiherer" spielte im "B 14" und bewies: Protestsongs sind sein Metier, mit dem er bei den Fans punkten kann. Bild: am
Lokales
Wernberg-Köblitz
17.10.2014
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Für die großen Themen ist "Der Weiherer" nichts, sagt er selber. Der Liedermacher bekennt im "B 14": Er würde lieber neue Schimpfwörter einführen. Unter den Politikern hätte er schon einen Patron im Auge.

Seit zwölf Jahren tourt der Niederbayer Christoph Weiherer durch das Land. "Der Weiherer" nennt er sich ganz simpel. Und nach ebenso einfachem Muster sind seine Protestsongs gestrickt. Er hat sich damit eine eigene Fangemeinde aufgebaut, die ihm zujubelt, auch wenn er von "Volldeppn" singt und von sich selber behauptet: "Manchmal bin i halt aah a Depp".

Ganz im Stil seines großen Vorbildes Hans Söllner hat auch "Der Weiherer" seine Feindbilder, die er von der ersten bis zur letzten Minute durchs Programm zieht. Alle Heimatzerstörer gehören dazu, parteipolitisch nimmt er besonders die CSU ins Visier. Und da wiederum ist Verkehrsminister Alexander Dobrindt einer seiner "Lieblinge". Der 34-Jährige scheut sich nicht, hart an der Grenze des Beleidigenden entlang zu schrammen. Nicht den großen Weltverbesserer will er geben, sondern lieber innovativ im Kleinen wirken. Zum Beispiel würde er sich freuen, sagt er, wenn er "Dobrindt" als Schimpfwort etablieren könnte.

"Der Weiherer" lässt sich feiern, mag es, wenn er im Dialekt singen und selbstironisch mit seinem Publikum spielen kann. Widerspruch duldet er da nicht. Er begleitet sich auf der Gitarre, macht gute Stimmung.
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