Oberkirwapaar ausgetanzt

Auf dem Marktplatz wurde am Sonntagnachmittag der Kirwabaum ausgetanzt. Die kleinen und die großen Kirwaleit erhielten dabei viel Applaus.
Lokales
Wernberg-Köblitz
17.09.2015
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Zu den Höhepunkten der Wernberger Kirwa zählt alljährlich das Austanzen des Kirwabaums. Dabei wird auch das Oberkirwapaar für die nächste Kirchweih ermittelt.

Bereits am Sonntagmorgen trafen sich die Kirwapaare und Kirwakinder zusammen mit den Vertretern der Pfarrgemeinde und der Marktgemeinde sowie Abordnungen der Vereine und Gottesdienstbesuchern, um gemeinsam mit Pfarrer Markus Ertl zum Festzelt zu ziehen, wo der Kirchweihfestgottesdienst gefeiert wurde. Die Naabtaler Musikanten führten dabei nicht nur den Kirchenzug an, sondern übernahmen auch die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes.

Besonders erfreut zeigte sich Pfarrer Markus Ertl, dass der Kirchenzug auf seinem Weg immer mehr gewachsen sei. "So soll es sein: Die Gläubigen reihen sich in die Kirche ein!" Die Kirwamadeln waren ebenfalls in die Gestaltung des Gottesdienstes mit eingebunden. Sie übernahmen die Lesung und die Fürbitten. In seine Festpredigt stellte Pfarrer Markus Ertl den Jünger Petrus vor. Er sei ein Mensch mit einem glühenden Glauben an Jesus Christus gewesen, aber auch ein Hitzkopf und Mensch mit Fehlern, Schwächen und Ängsten. "So wie wir Menschen eben sind." Und trotz seiner Fehler und Schwächen habe Jesus Christus auf Petrus vertraut und ihn auserwählt als "Fels der Kirche". Die Menschen müssten stets darauf bedacht sein, dass sie immer wieder ihren Platz hinter Jesus einnehmen, auch wenn der Weg manchmal etwas beschwerlich sei, so Ertl.

Nach dem Gottesdienst waren alle zum Frühschoppen ins Festzelt eingeladen und wer Lust hatte, konnte auch gleich zu Mittag essen. Am Nachmittag stand dann das Austanzen des Kirwabaumes auf dem Marktplatz auf dem Programm. Viele Besucher kamen, um sich das Spektakel anzuschauen - alle Sitzgarnituren waren schon zum Einzug der Kirwapaare voll belegt - und natürlich war auch dabei wieder bestens für das leibliche Wohl gesorgt.

Applaus für die Kinder

Nach der ersten Runde um den Baum hatten die Kirwa-Kinder ihren großen Auftritt. Die kleinen Burschen in ihrer Lederhose und Mädels in ihrem Dirndl waren sehr hübsch anzusehen und ernteten für ihren Auftritt großen Applaus.

Danach tanzten die 18 Kirwapaare rund um den Baum. Sie zeigten nicht nur, dass sie den traditionellen "Boarischen" und das Schuhplattln gute beherrschen sondern heizten auch die Stimmung kräftig an. Spannend war natürlich vor allem die letzte Tanzrunde um den Baum, denn hierbei werden der Oberkirwa-Bursch und das Oberkirwa-Madel für die kommende Kirwa ermitteln. Bei einem langsamen Walzer wird ein Blumenstrauß von Paar zu Paar gereicht und das Paar, das zum Ende der Musik im Besitz des Blumenstraußes ist, ist das Oberkirwapaar für das Jahr 2016. Ihnen fällt im nächsten Jahr dann die ehrenvolle Aufgabe zu, sich um die Kirwa-Paare, die Kleidung der Kirwa-Paare, um Fototermine und die Gaudi sowie Tänze zu kümmern.

Für 2016 tragen Melanie Graf aus Kettnitzmühle und Maximilian Geitner aus Wernberg die Verantwortung als Oberkirwa-Paar.

Mit einem gemütlichen Beisammensein, musikalisch umrahmt von den Geschwistern Baier aus Wittschau, klang der Kirchweihsonntag aus. Auch der Kirwabaum hat zwischenzeitlich einen neuen Besitzer gefunden. Bei der Verlosung gewann diesen Sonja Theierl. Der zweite Preis - 20 Liter Bier - ging an Marianne Schwirtlich und Christoph Held sicherte sich den dritten Preis: 10 Liter Bier.

Am Kirchweihmontag zogen die Kirwaleit dann traditionell durch die Gastronomie in Wernberg.
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