Plan gegen "Verspargelung"

Lokales
Wernberg-Köblitz
23.09.2015
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Der Markt will weiter das Heft in der Hand behalten, wo sich Windräder drehen dürfen und wo nicht. Dafür legte er nun Areale fest und beschloss eine Mindestgröße möglicher Flächen für Windkraftanlagen.

Bereits in der Juni-Sitzung fasste der Marktrat einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans. In der Folge erstellte Landschaftsarchitekt Gottfried Blank eine Analyse, die potenzielle Windkraftflächen kennzeichnet. Der Hintergrund für dieses Handeln ist einfach: Sollte die 10-H-Regelung gerichtlich gekippt werden, könnten Windräder als privilegierte Anlagen quasi überall stehen. "Dem wollen wir vorgreifen", betonte Verwaltungsleiter Stefan Falter bei der Marktsratssitzung. Um einer möglichen "Verspargelung" der Landschaft entgegenzuwirken, schlug er vor, Konzentrationsflächen für die Windkraft auszuweisen, die eine Mindestgröße von 20 Hektar haben.

Dadurch würden bereits einige der von Plank ermittelten Potenzialflächen für Windkraft herausfallen. In einer der übrigen Potenzialflächen liegt außerdem das ehemalige Wasserschutzgebiet Matzlesberg. Hier wäre es laut Falter möglich, diese Fläche zur Herausnahme aus den Naturpark-Bestimmungen anzumelden, damit ein zusammenhängendes Areal als möglicher Windkraftstandort im Bereich Glaubendorf/Woppenhof entstehen könnte. Das beschloss der Marktrat einstimmig.

Mit 7:11 Stimmen lehnte er es aber ab, eine weitere, etwa 24 Hektar große Fläche in diesem Bereich aus der Naturparkverordnung zu nehmen. Ebenso ohne Gegenstimme sprach sich das Gremium auch dafür aus, die Mindestgröße für mögliche Windkraftflächen auf 20 Hektar festzulegen. Auf der Basis dieser Beschlüsse wird nun der Flächennutzungsplanentwurf ausgearbeitet.

Der Marktrat beschloss darüberhinaus, eine neue Telefonanlage für Rathaus, Bauhof, Kläranlage und Wasserwerk zu kaufen. Das günstigste unter drei Angeboten kam von der Firma Comject aus Wernberg-Köblitz. Sie würde die Arbeiten für 16 766 Euro übernehmen.

Reine Routineangelegenheiten waren die Feststellung der Jahresrechnung für das Jahr 2014 sowie die folgende Entlastung des Bürgermeisters. Sie erfolgten jeweils ohne Gegenstimme.
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