Rentner stirbt beim Abbiegen

Der erheblich beschädigte Skoda stand rund 50 Meter vom tödlich Verletzten entfernt am Straßenrand.
Lokales
Wernberg-Köblitz
24.10.2015
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Die 53-jährige Beifahrerin im Skoda steht unter Schock und wird ins Krankenhaus gebracht. Das Auto ist mit einem Roller zusammengeprallt. Dessen 77-jähriger Fahrer liegt gut 50 Meter von dem auf der Beifahrerseite erheblich demolierten Pkw entfernt auf der Fahrbahn. Er war sofort tot.

Der Unfall passierte am Freitag um 10.05 Uhr an der Einmündung der Kettnitzmühler Straße in die B 14. Der aus der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz stammende Rentner fuhr, so die Angaben der Polizei vor Ort, in die Bundesstraße ein. Er übersah dabei den aus Richtung Wernberg kommenden, mit zwei Personen besetzten Skoda. An dessen Steuer saß ein 55-Jähriger aus Sachsen.

Mit Kopf an Scheibe

Beim Zusammenstoß prallte der 77-Jährige mit voller Wucht mit dem Kopf auf der Beifahrerseite gegen die Windschutzscheibe. Der Roller wurde in den angrenzenden Straßengraben geschleudert. Der Zusammenstoß war so heftig, dass Trümmer durch die Luft flogen und Meter weit von einander entfernt auf der Bundesstraße liegen blieben, unter anderem das vordere Kennzeichen des Skodas aus dem Landkreis Döbeln in Sachsen.

Der Motorradkoffer wirbelte in Richtung eines BMW Mini, prallte gegen die Fahrerseite und landete auf der Verkehrsinsel. Das Auto wurde nicht beschädigt. Der Fahrerin des Mini mit Münchener Kennzeichen ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Sie fuhr unmittelbar hinter dem Skoda, "plötzlich kam mir ein Koffer entgegen", sagt die Zeugin.

Zwei Stunden gesperrt

Teile vom Roller, Handschuhe, Handtuch, Brille liegen auf der Fahrbahn - auch der Motorradhelm. Ob ihn der 77-Jährige getragen hat, kann Einsatzleiter Stefan Wiedenbauer von der Polizei Nabburg auf Anhieb nicht sagen. Ebenso wenig, ob der Rollerfahrer nach rechts oder links abbiegen wollte. Überhöhte Geschwindigkeit dürfte, beruft er sich auf Zeugenaussagen, keine Rolle spielen. Das Tempo auf der B 14 ist hier noch auf 70 Stundenkilometer beschränkt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter an die Unfallstelle beordert. Dieser nahm gut eine Stunde nach dem Unglück seine Arbeit auf. Die örtliche Feuerwehr sperrte die B 14 komplett ab und leitete zwei Stunden lang den Verkehr um. Außer Rettungswagen und Notarzt waren die Helfer vor Ort rasch zur Stelle. Für den 77-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf 10 000 Euro.
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