Wetteinsatz von der First Lady

Die Mitarbeiter der Jura-Werkstätten plauderten an ihrem Arbeitsplatz im Logistikzentrum gerne mit der Frau des Ministerpräsidenten. Karin Seehofer (Zweite von rechts) freute sich sichtlich über die ungezwungene Begegnung.
Lokales
Wernberg-Köblitz
11.02.2015
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Die Wette gilt: Die großen Gewinner sind die Jura-Werkstätten Amberg. An sie geht der Einsatz des spektakulären Modelltruck-Rennens, das sich Ministerpräsident Horst Seehofer und Werner Conrad bei der Einweihung des neuen Logistikzentrums lieferten. Die Spendenübergabe lag jedoch in Frauenhand.

Die bayerische First Lady, Karin Seehofer, war gestern ins Logistikzentrum im Wernberger Industriegebiet gekommen, um gemeinsam mit Eva Conrad - stellvertretend für die Ehemänner - den Scheck über 10 000 Euro zu übergeben. Amüsiert erinnerten sich beide an das Rennen, das der Ministerpräsident um Haaresbreite gegen Werner Conrad, den Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Conrad SE, verlor. Doch das Ergebnis war zweitrangig, die Spende fest vereinbart. Die Aktion hat jedenfalls riesigen Spaß gemacht. "Politiker sind ja auch irgendwie Spieler", lachte Karin Seehofer. "Sehr gerne" war sie stellvertretend für ihren Mann zur Übergabe nach Wernberg-Köblitz gekommen.

Und die First Lady nahm sich Zeit, begrüßte die Mitarbeiter der Jura-Werkstätten mit einem festen Händedruck und schuf Verbindlichkeit. "Ich hab Sie erst kürzlich mit ihrem Mann beim Frankenfasching gesehen", zog die 50-jährige Kerstin Lober die First Lady gleich in ein Gespräch und erzählte, dass ihr die Arbeit jede Menge Freude macht. Eduard Freisinger, erster Vorsitzender der Jura-Werkstätten Amberg, und Geschäftsführer Bernhard Albrecht erläuterten, dass die Jura-Werkstätten und Conrad bereits seit über 30 Jahren zusammenarbeiten.

Seit 1992 ist eine Gruppe von acht behinderten Mitarbeitern, unterstützt von ihrem Gruppenleiter, regelmäßig bei Conrad. "Im Logistikzentrum helfen unsere Mitarbeiter bei Sortier- und Umverpackungsarbeiten oder stellen spezielle Gebinde für Sonderbestellungen zusammen. Das macht ihnen sehr viel Spaß, denn die Außenstelle Conrad, so nennen wir unsere flexiblen Arbeitseinsätze, ist sehr beliebt. Und wenn mal ein Mitarbeiter ausfällt, haben wir gleich mehrere, die sich freiwillig als Ersatz melden", berichtete Bernhard Albrecht schmunzelnd.

Lifter und Monitore

Mit der Spende wird zum einen ein Personenlifter für die Schwerst- und Mehrfachbehinderten angekauft, zum anderen in die Ausstattung des Schulungsraumes in Sulzbach-Rosenberg investiert. "Hier brauchen wir neue Monitore für unsere PC-Kurse, die von den Mitarbeitern gerne angenommen werden."

Karin Seehofer war beeindruckt und froh, dass es diese Einrichtungen zur Entlastung der Familien gibt. Die Arbeitsplätze stünden auch für die soziale Einstellung des Unternehmens, die gelebte Inklusion.

Bevor sich Karin Seehofer aus der Runde verabschiedete, versäumte es Eva Conrad nicht, der Frau des Ministerpräsidenten Burg Wernberg und die Küche des Zwei-Sterne- Kochs Thomas Kellermann schmackhaft zu machen. Das machte der First Lady durchaus Appetit.
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