Zu schnell in die Kurve

Das Führerhaus der Zugmaschine war vollkommen deformiert. Der 23-Jährige, der am Steuer gesessen hatte, konnte erst nach rund zwei Stunden herausgeholt werden.
Lokales
Wernberg-Köblitz
05.09.2015
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Am Autobahnkreuz kippte am Freitagnachmittag ein beladener Sattelzug einer Firma aus dem Landkreis Neumarkt um. Als schwierig gestaltete sich die Bergung des verletzten Fahrers.

(am/bkf) Schwer gefordert waren die Rettungskräfte nach einem Verkehrsunfall, der sich am Autobahnkreuz "Oberpfälzer Wald" ereignet hatte. Ein 23-jähriger rumänischer Lastwagenfahrer wollte gegen 14.35 Uhr mit seinem Tieflader, der mit einem 17 Tonnen schweren Betonfertigteil beladen war, von der A 6 aus Waidhaus kommend auf die A 93 in Fahrtrichtung Weiden wechseln. Vermutlich aufgrund des hohen Schwerpunkts des Gefährts und der nicht angepassten Geschwindigkeit kippte der Sattelzug am Ende der langgezogenen Rechtskurve komplett um und kam dabei nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei wurde der Fahrer im Führerhaus mit dem Fuß eingeklemmt.

Wegen des Drucks durch das Betonteil und der starken Deformation des Führerhauses war es anfangs nicht möglich, den Mann zu befreien. Erst nachdem die Fahrerkabine mit einem angeforderten Kran angehoben worden war, konnte von der Unterseite her, mit Hilfe von schwerem hydraulischem Gerät, der Fuß aus der misslichen Lage gelöst werden. Der 23-Jährige war schließlich nach rund zwei Stunden aus dem Wrack gerettet.

Der Kraftfahrer wurde von einem Rettungshubschrauber mit schweren aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in eine Regensburger Klinik geflogen. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie des Technischen Hilfswerkes und der Polizei waren an der Einsatzstelle. Für die langwierigen Rettungsarbeiten und die anschließende Bergung des Sattelzuges musste ein Teil des Autobahnkreuzes gesperrt werden. Nach dem Unfall lief Kraftstoff aus, so dass noch Erdreich ausgebaggert werden musste.

Auf der parallel zur Unfallstelle verlaufenden A 93 kam es durch Schaulustige zu Staus. Der Sachschaden an dem Lastwagen beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf mindestens 200 000 Euro.
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