Zweitägiges Treffen der Oberpfälzer Feuerwehrführung - Mehrere Fachvorträge
Großartiges Ehrenamt

Lokales
Wernberg-Köblitz
24.10.2015
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Bei der Herbsttagung der Feuerwehrführungskräfte aus der gesamten Oberpfalz wurde am Freitag der am 28. April ausgeschiedene Kreisbrandinspektor Manfred Pohl (Oberviechtach) auf Bezirksebene verabschiedet. Er durfte sich auch noch angesprochen fühlen als Regierungsvizepräsident Walter Jonas zur Eröffnung der zweitägigen Treffens im Pfarrheim St. Josef sagte: "Sie leisten unter schwierigen Bedingungen Großartiges." Er bezeichnete die Feuerwehren neben allen Hilfsorganisationen als Rückgrat der Gesellschaft.

"Weiblicher Sachverstand und weibliches Herz tun gut", spielte Jonas auf die derzeit laufende Aktion "Frauen zur Feuerwehr" an, die nicht nur dem Zeitgeist und der Demografie geschuldet sei. Im Landkreis sind laut Kreisbrandrat Robert Heinfling von 5798 Aktiven 710 Frauen. Unter den 1203 Anwärtern befinden sich 374 Mädchen. Oberpfalzweit liegt der Frauenanteil nach den Worten des Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes, Johann Weber (Cham), bei 23 Prozent.

Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Georg Butz sprachen die besondere Situation in dünn besiedelten Gebieten an. Der Landrat erntete viel Beifall, als er die Situation im alten Rom in Erinnerung rief, wo einige Sklaven dafür herhalten mussten, die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Bei dem zweitägigen Treffen, organisiert von Thomas Bahlcke, bei der Regierung für Feuerwehrwesen zuständig, stehen Fachvorträge, Erfahrungsaustausch und örtliche Konzepte im Vordergrund, "so dass nicht jede Wehr das Rad neu erfinden muss".

Polizeipräsident Gerald Mahlmeister warnte davor, das Ehrenamt zu überfordern, wobei er auf die Bewältigung der Flüchtlingswelle anspielte, die auch die Polizeikräfte bis an die Grenzen fordere. Er sei gespannt auf den Vortrag über das Vorgehen bei Unfällen mit zivilen Luftfahrzeugen, sprich Flugzeugabstürzen, vom Airbus bis hin zu Ultraleichtfliegern.

Neben Ausführungen zu Ausschreibungsverfahren standen auch Themen wie Verletztendekontamination, Rettung aus Windkraftanlagen oder Amoklagen auf der Tagesordnung. Zur Verletztendekontamination zeigte der frühere Europaabgeordnete Dr. Gerhard Schmid auf, wie die Regensburger Berufsfeuerwehr zum Beispiel nach Gefahrgutunfällen Menschen hilft, die mit giftigen oder ätzenden Stoffen in Kontakt gekommen sind. (Seite 6)
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