Ausschuss genehmigungswillig

Politik
Wernberg-Köblitz
29.02.2016
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Erst absolvierte der Ausschuss eine kleine Tour, um sich über strittige Fragen vor Ort zu informieren, dann wurden im Rathaus weitere Nägel mit Köpfen gemacht - also Anträge bearbeitet und beschieden. Man zeigte sich dabei von der freundlichen Seite.

Nach seiner Rundfahrt beschäftigte sich der Bauausschuss im Rathaus mit einem Antrag auf den Umbau des Dachgeschosses (Dachgaube) und dem Aufbau eines Erkers in der Ackerstraße 5. Bauamtsleiter Stefan Ott stellte fest, dass hier kein Bebauungsplan vorliegt. Somit war die Entscheidung einfach. Der Antrag wurde genehmigt.

Weiter ging es mit der Erschließung des Industriegebietes West II, Bauabschnitt 2. Es ging um "Sige", also die Sicherheits-Koordination. Bei "Sige" handelt es sich um einen Sicherheitsplan, den die Berufsgenossenschaften vorschreiben. Demnach wird ein Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator vom Bauherrn für Baustellen bestellt, sofern Beschäftigte mehrerer Unternehmer (Gewerke) auf der Baustelle tätig werden.

Der Bauamtsleiter informierte, dass das Ingenieurbüro Kraus aus Windischeschenbach bereits für den Bauabschnitt 1 zur vollsten Zufriedenheit die Betreuung übernahm. Die Kosten würden sich auf brutto 2939,30 Euro belaufen. Aber sollten gleichzeitig noch andere Maßnahmen durchgeführt werden, würde ein Preisnachlass von 25 Prozent gewährt. Da war der Beschluss schnell gefasst. Die Markträte genehmigten den Auftrag mit der Windischeschenbacher Firma. Um den Preisnachlass zu erhalten, wird nach weiteren Projekten gesucht.

Aufgeschlossen zeigte sich das Gremium damit, eventuell zusammen mit anderen Kommunen Aufträge zu koordinieren. Schnell ging es auch beim nächsten Anliegen: die Befestigung einer Zufahrt und eines Seitenstreifens entlang des Anwesens in Oberndorf 4. Der Eigentümer beantragt, eine knapp fünf Meter lange Grundstückseinfahrt zu seinem landwirtschaftlichen Anwesen zu pflastern. Dies würde er auf eigene Kosten verwirklichen und auch den Unterhalt übernehmen.

Zudem will er vor seiner Hoffläche einen rund 1,50 Meter Streifen pflastern. Damit soll entlang der Straße eine Stellfläche geschaffen werden. Das Problem an dieser Sache: Die zu pflasternde Fläche befindet sich im Eigentum der Marktgemeinde. Das Gremium war sich schnell einig, da es bereits in der Vergangenheit ähnliche Fälle gab. Da es sich um eine sehr kleine Fläche handelt, wurde das Vorhaben von den Markträten positiv beschieden. Voraussetzung ist, dass die anfallenden Kosten vom Antragssteller übernommen werden. Das Bauamt werde die Realisierung überwacht.

Es ging auch noch um eine Abstandsflächenregelung. Ein Antragsteller will im Industriegebiet eine Werkstatt mit Büro bauen. Bei dem Vorhaben handelt es sich um einen Grenzbau zum Gemeindegrundstück, deshalb ist eine Abstandsflächenübernahme von drei Metern erforderlich. Unter dieser Auflage gab das Gremium sein Plazet.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen eine Werbeanlage an der nördlichen Seite eines Gebäudes in der Klaus-Conrad-Straße 5. Bereits 2014 wurde der Bau einer landwirtschaftlichen Halle im Ortsteil Saltendorf (Nähe Ostastraße) genehmigt. Vorgesehen war eine Blechfassade aus Sandwichelementen in der Farbe Grau. Nun kam die Anfrage des Bauherrn, ob auch eine Genehmigung für eine Fassadenfarbe in Holzoptik (Braunton) erteilt würde. Warum eigentlich nicht? Bürgermeister Georg Butz erinnerte das Gremium jedoch daran, dass damals der Bauausschuss selbst die Farbe Grau als Voraussetzung für die Genehmigung vorgab. Steht der Ausschuss auch 2016 noch zu seiner damaligen Entscheidung? Der Bauausschuss hatte nichts gegen die beabsichtigte Änderung.
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