CSU-Ortsverband hat wieder Vorsitzenden
Einstimmig für Dieter Rosenberg

Der CSU-Ortsverband wird künftig von Dieter Rosenberg geführt. Zur einstimmigen Wahl gratulierten Bürgermeister Georg Butz (links) und Schatzmeister Konrad Kiener (rechts). Bild: bnr
Politik
Wernberg-Köblitz
10.04.2016
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Nach viermonatiger Vakanz hat der CSU-Ortsverband Wernberg-Köblitz wieder einen Vorsitzenden. Einstimmig wurde Dieter Rosenberg auf den Schild gehoben. Des Weiteren wurden sieben Delegierte in die Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl gewählt.

Nach dem überraschenden Rücktritt der CSU-Ortsvorsitzenden Elisabeth Weidner im Dezember vergangenen Jahres kehrt im Ortsverband wieder Normalität ein. Dieter Rosenberg, der vier Monate lang die kommissarische Leitung übernommen hatte, wurde in der Ortshauptversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Zuvor legte Rosenberg den Rechenschaftsbericht für das zurückliegende Jahr ab. Dabei machte er kein Hehl aus seiner Enttäuschung, dass nur 18 von 102 Parteimitglieder den Weg in den "Landgasthof Burghard" gefunden haben. Das relativ hohe Durchschnittsalter der Mitglieder erfordere große Anstrengungen, um wieder junge Mitglieder zu gewinnen. Erfreulich gut sei die Zusammenarbeit mit der Frauen-Union unter der Leitung von Waltraud Forster.

Auch in der Marktratsfraktion werde mit fundierten Vorschlägen eine hervorragende Arbeit geleistet. Die großen Vorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur würden von der CSU mitgetragen. Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl im September 2017 werde sich die CSU entsprechend programmatisch ausrichten. "Die im CSU-Vorstand und mittlerweile auch öffentlich kolportierten Namen können bestätigt werden", gab Dieter Rosenberg einen Hinweis auf die künftige Richtung. Die endgültige Entscheidung fällt in der Nominierungsversammlung.

Geld für Investitionen


Einen Blick in die Arbeit des Gemeindeparlaments warf Marktrat Konrad Kiener. Dabei stellte er die Frage: "Was braucht ein Ort, um als attraktiver Wirtschaftsstandort zu überzeugen und für alle Generationen ein liebens- und lebenswertes Umfeld zu bieten?" Ein imposanter Haushalt sei dabei ein gewichtiger Punkt. Mit elf Millionen Euro im Vermögenshaushalt könnten viele gestalterische Maßnahmen abgewickelt werden. Ermöglicht werde dies durch die gute wirtschaftliche Lage. Steigende Geburtenzahlen stellen den Marktrat vor neue Aufgaben. Die vorhandenen Kindergarten- und Krippenplätze reichen künftig nicht mehr aus. Als Konsequenz werde ein neuer kommunaler Kindergarten am Standort der alten Schule gebaut.

Junge Familien sehen in Wernberg-Köblitz eine gute Zukunftsperspektive, war Kiener überzeugt. Nur so sei zu erklären, dass im neuen Baugebiet Kreuzäcker III noch vor der Erschließung alle Bauplätze reserviert seien. Ebenso stehe die nächste Erweiterung des Industriegebietes West II an. Standortvorteile seien die unmittelbare Nähe zur Autobahn und die Erschließung mit schnellem Internet. Was fehlt, sei ein großer Versammlungsort für mehr als 200 Besucher. Der Bau einer Mehrzweck- oder Sporthalle sei unumgänglich, betonte der Redner. Die CSU favorisiere dabei die Fertigbauweise, die eine Kosteneinsparung verspricht.

Konrad Kiener ging auch kurz auf die Gerüchte zu einem Flüchtlingswohnheim ein, die derzeit in der Marktgemeinde kursieren. Diese seien aus der Luft gegriffen und entbehren jeder Grundlage. Dies wurde auch vom anwesenden Bürgermeister Georg Butz bestätigt. Die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg bringe neben Vorteilen auch einige Nachteile. Nicht vergessen werden dürfe dabei der notwendige Lärmschutz werden. Begründete Einwände können im Internet unter www.bmvi.de oder per Post eingebracht werden. Die Frist läuft bis 2. Mai.

Delegierte gewählt


Zu Ende der Versammlung wurden die Delegierten in die besondere Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl gewählt. Delegierte sind Elisabeth Weidener, Josef Wiesent, Max Geitner, Konrad Kiener, Dieter Rosenberg, Kurt Doll und Theo Büchner.
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