EU-Topf als Chance
Verhandlungen über Jugendheim

Politik
Wernberg-Köblitz
04.06.2016
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Das Jugendheim könnte bald wieder aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden: Im Zuge eines EU-Förderprogramms wurde es gemeinsam mit der Burg Trausnitz als Theaterspielplatz angemeldet. Jetzt müsste es dem Markt nur noch gehören. Bürgermeister Butz bekam grünes Licht für Verhandlungen.

Bürgermeister Georg Butz sah bei der Marktratssitzung in dem sogenannten "EFRE"-Programm der EU eine Chance: Dadurch könnte das derzeit leerstehende Jugendheim revitalisiert und parallel zu einer weiteren neuen Halle, die im Markt entstehen soll, betrieben werden. Der Vorteil: Kegelbahnen und Bühne wären dort schon vorhanden, müssten also in der neuen Halle nicht extra gebaut werden. "Wir hätten zwei getrennte Veranstaltungsorte, die sich nicht in die Wolle geraten", legte das Marktoberhaupt dar. Die Zuschusshöhe für EFRE-Maßnahmen liegt bei bis zu 80 Prozent. Ein Angebot der Kirche, den Grund samt dem alten Haus für einen Euro zu kaufen, steht laut Bürgermeister Butz. Er bat den Marktrat deshalb darum, ihm offiziell den Auftrag zu erteilen, mit der Diözese in Verhandlungen über das Jugendheim einzutreten.

"Günstige Konditionen"


Anton Kummert (CSU) sprach sich in einer Wortmeldung dafür aus, das Jugendheim zu kaufen. "Wir haben hier die Möglichkeit, einen sehr großen Leerstand zu günstigen Konditionen zu erwerben und wieder mit Leben zu erfüllen", unterstrich er. Die Kommune würde durch den Kauf von der Kirchenstiftung für einen Euro wieder in den Besitz des Grundstückes kommen, das sie vor fast 50 Jahren an die Kirche kostenlos übereignet habe.

Marianne Schieder (SPD) erinnerte daran, dass eine Wiederbelebung des Jugendheims bisher daran gescheitert sei, dass es dem Markt nicht gehöre und dass es keine vernünftigen Bedingungen gegeben habe, es zu kaufen. Das EFRE-Programm biete nun eine Chance. "Grundvoraussetzung ist aber, dass uns dieses Gebäude gehört", betonte die Sprecherin. Die Chance auf ein Kulturhaus sah Dieter Rosenberg im derzeit verwaisten Jugendheim. "Das Geld, das wir dafür ausgeben, würde alleine die Kegelbahn in der neuen Halle kosten", unterstrich er.

Einstimmig erteilte der Marktrat schließlich Bürgermeister Georg Butz das Mandat für Verhandlungen mit der Diözese. Danach kommt das Thema wieder im Marktrat auf das Tableau.
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