Wer kann da Nein sagen?

Der Marktrat beschloss einstimmig, einen Förderantrag zur energetischen Sanierung des Rathauses einzureichen. Der Zuschuss aus dem Kommunalinvestitionsprogramm KIP beträgt 90 Prozent. Bild: Völkl
Politik
Wernberg-Köblitz
30.07.2016
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Der Fördersatz beträgt 90 Prozent, da sagte der Marktrat nicht Nein: Das Wernberg-Köblitzer Rathaus wird energetisch saniert. Die Kosten für die Gemeinde: Rund 23 000 Euro.

Dritter Bürgermeister Georg Schlögl hatte in seiner Urlaubsvertretungszeit einen Förderantrag gestellt. Aus dem Kommunalinvestitionsprogramm gibt es Mittel für Maßnahmen der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude und Einrichtungen. Doch bevor die Sanierung des Rathauses beschlossen wird, musste noch ein Aspekt abgeklärt werden.

Edeka winkt ab


Der benachbarte Edeka-Markt hatte Interesse an einer Erweiterungsfläche gezeigt. Ein Rathausneubau ist zwar noch ferne Zukunftsmusik, doch wenn es dazu käme und Edeka das Rathausgrundstück kaufen würde, wäre eine Sanierung des Gebäudes unsinnig, zumal die Fördergelder 10 bis 15 Jahre gebunden wären.

Bürgermeister Georg Butz hat inzwischen ein Gespräch mit Vertretern des Edeka-Marktes wegen einer eventuellen Vergrößerung der Verkaufsfläche geführt. Nach Mitteilung des Edeka-Betreibers ist keine Vergrößerung des Einkaufsmarktes vorgesehen. In anderen Städten und Gemeinden seien bei einer umgesetzten Verkaufsflächenvergrößerung keine guten Erfahrungen bezüglich eines gesteigerten Umsatzes gemacht worden. "Edeka ist an keiner Erweiterung am Standort interessiert, fasste in der Marktratssitzung am Dienstag zusammen.

Was die Sanierung anbelangt, muss die technische Umsetzbarkeit eines Aufzugs noch geprüft werden. Das scheint angesichts der beengten Verhältnisse schwierig zu sein. Auch Fluchtwege müssten abgeklärt werden. Da die Kommune noch vier Monate Zeit hat, um den Förderantrag einzureichen, gebe es noch Zeit, diese Faktoren zu erörtern.

Das sollte man tun, denn "wir versäumen nichts", so Marktrat Konrad Kiener. Vitus Bauer plädierte dafür, den Förderantrag gleich zu stellen und den Raumzuschnitt zu belassen. Dann ändere sich auch am Brandschutz nichts. Dritter Bürgermeister Georg Schlögl war ebenso dafür, gleich loszulegen. Die Gemeinde würde ihre Kosten in zwei Jahren an Energieeinsparung wieder hereinholen.

Fenster und Dämmung


Die Sanierung umfasst die Fenster, mineralischen Vollwärmeschutz der Außenfassade, Dämmung der Stahlbetondecke im zweiten Obergeschoss und die Umrüstung der Heizkörper im Gebäude. Der zuständige "Betreuer" der Regierung der Oberpfalz für den Markt Wernberg-Köblitz wird Anfang August die geplante Maßnahme besichtigen, sofern der Marktrat die energetische Sanierung weiterverfolgt.

Der Beschluss, den Förderantrag jetzt einzureichen, fiel einstimmig. Die zugesagten Mittel bei einem Fördersatz von 90 Prozent betragen 210 000 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde rund 23 000 Euro.
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