FC Wernberg ist Meister der Kreisliga West
Training, Teamgeist und Talent

"Die Spieler haben das verdient. Die sind so ehrgeizig, diszipliniert, haben Anstand. Das macht eine Riesengaudi mit ihnen zu arbeiten." Zitat: FC-Trainer Erwin Zimmermann
Sport
Wernberg-Köblitz
04.06.2016
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Die Spieler des FC Wernberg feiern ein Tor beim 5:2-Sieg in Kemnath. Ganze 89 Mal durften sie das in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga West. Damit ist der FC die mit Abstand torgefährlichste Mannschaft der Liga. Bild: Eger

Eine bekannte Fußballweisheit sagt: "Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften." Der FC Wernberg beherzigt beides und wird Meister der Kreisliga West. Jetzt freuen sich die Wernberger auf die Bezirksliga - und aufs Derby gegen den TSV Detag.

Wernberg. Für Trainer Erwin Zimmermann ist es persönlich bereits der dritte Aufstieg in die Bezirksliga. Der diesjährige Erfolg mit dem FC Wernberg sei dabei der verdienteste gewesen. "Ja, absolut." Am drittletzten Spieltag sicherte sich seine Mannschaft mit einem 2:1-Sieg gegen den FC OVI-Teunz die Meisterschaft in der Kreisliga West.

Am Ende stand der FC Wernberg mit sieben Punkten Abstand zum TSV Tännesberg an der Tabellenspitze. Mit 89 geschossenen und 25 kassierten Toren in 26 Spielen stellen die Wernberger sowohl die beste Offensive als auch Defensive der Liga. Stürmer Johannes Schwirtlich krallte sich mit 20 Treffern die Liga-Torjägerkanone. Zudem tummeln sich 9 FC-Spieler mit mehr als fünf Toren unter den besten 33 Torschützen. Das zeugt von einer ausgeglichenen Truppe.

Am elften Spieltag holten sich die Männer von Erwin Zimmermann die kurz verlorene Tabellenführung zurück - und gaben sie nicht mehr her. Der Weiherner nennt vier Punkte als Erfolgsgeheimnis. Da wäre der Trainingsfleiß: "Im Schnitt kamen mehr als 20 Spieler ins Training", sagt der Trainer. Und dann die Kameradschaft: "Die ist sensationell." Nicht nur auf dem Platz, auch privat seien die Spieler ständig zusammen unterwegs. "Auf der Abschlussfahrt sind 31 Mann dabei." Und da wäre das Glück, von großen Verletzungen verschont geblieben zu sein. Als letztes nennt Zimmermann die Qualität der Spieler: "Hilft ja alles nichts, wenn's den Ball nicht treffen", stellt er klar.

In die Saison gingen die Wernberger selbstbewusst. "Man muss ehrlich sein, wir hatten von vornherein das Ziel, ganz vorne anzugreifen." Dass es geklappt hat, freut den Trainer. Vor allem wegen seiner Spieler: "Die haben das verdient. Die sind so ehrgeizig, diszipliniert, haben Anstand. Das macht eine Riesengaudi, mit ihnen zu arbeiten." Der Kern der Mannschaft bestehe aus Spielern im Alter zwischen 19 und 25 Jahren, sagt er. "Deswegen verstehen die sich auch so gut." Bis auf einen Spieler stammten alle aus Wernberg oder aus der eigenen Jugend.

6:0 gegen späteren Vize


"Das Highlight der Saison war der Sieg gegen OVI-Teunz, als wir aufgestiegen sind", schwärmt Erwin Zimmermann. Aber auch der 6:0-Erfolg am dritten Spieltag gegen Tännesberg sei besonders gewesen. Obwohl man damals noch nicht wissen konnte, dass sich hier Meister und Vize gegenüberstanden. Nur einmal hätten seine Jungs "richtig schlecht gespielt", sagt Zimmermann. Eine Woche nach dem Tännesberg-Sieg verloren die Wernberger 2:3 in Weidenthal. "Ansonsten haben wir immer gut und konstant gespielt, uns auch nicht von Niederlagen aus der Ruhe bringen lassen." Und jetzt wartet die Bezirksliga. "Eine überaus attraktive Liga mit Schwarzenfeld, Pfreimd, Vohenstrauß und Schirmitz." Und natürlich: Detag Wernberg. "Das Derby ist für den Verein etwas ganz Besonderes."

Fünf Neuzugänge


Der FC gehe mit fast dem kompletten Meister-Kader in die neue Spielzeit. Zwei Spieler treten aus beruflichen Gründen etwas kürzer, sagt Zimmermann. "Dafür kommen fünf Neue: Drei externe und zwei aus der Jugend." Man wollte den Kader verbreitern, das ist gelungen, findet der FC-Coach.

Als Aufsteiger gebe es nur die Vorgabe, nicht abzusteigen. Ziel sei, "nicht hinten reinzurutschen, von Anfang an da zu sein". Zimmermann rechnet mit Rückschlägen. "Gerade durch unsere Altersstruktur werden wir schon das ein oder andere Mal Lehrgeld zahlen." In der abgelaufenen Saison sei die älteste Startelf, die er auf den Rasen schickte, im Schnitt 23,5 Jahre alt gewesen. Erfolgreich war sie trotzdem.

Die Spieler haben das verdient. Die sind so ehrgeizig, diszipliniert, haben Anstand. Das macht eine Riesengaudi mit ihnen zu arbeiten.FC-Trainer Erwin Zimmermann
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