Judo
Jubel über den zweiten Platz

Die erfolgreichen Judokämpfer des TSV Detag Wernberg (von links) mit Sandro Troidl, Lukas Lorenz, Justin Hofmann, Philip Seifert, Robin Schwab, Tim Schwab, Johannes Schindler, Nils Zwack, Helmut Klar und Marcus Weingandt (nicht im Bild: Tobias Seifert). Bild: ard
Sport
Wernberg-Köblitz
16.06.2016
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Die Zielvorgabe für die neue Judo-Bezirksligasaison war für die Männer des TSV Detag Wernberg klar definiert. Nach zweimal Platz drei in den vergangenen Jahren wollten die TSV-Athleten diesmal in die Phalanx der Platzhirsche von Neumarkt und Neutraubling einbrechen.

Mit Siegen über Furth im Wald und Neumarkt gelang dies auch sehr eindrucksvoll. Einzig der Favorit TSV Neutraubling brachte ein Quäntchen mehr Qualität auf die Matte und holte sich verdient die dritte Meisterschaft in Folge. Aber auch die Wernberger Mannschaft hatte mit Platz zwei allen Grund zum Feiern.

Die Judo Bezirksliga startete mit einem überarbeiteten Konzept in die neue Saison. Pro Durchgang kommen nun, bedingt durch eine Doppelbesetzung der mittleren Gewichtsklassen (bis 73, bis 81 und bis 90 Kilogramm), acht statt früher fünf Judokas zum Einsatz. Die beiden Durchgänge werden zudem an zwei separaten Kampftagen ausgetragen.

So trafen die vier Mannschaften aus Furth im Wald, Neumarkt, Neutraubling und Wernberg im Jeder-gegen-jeden-Modus in einem Hin- und Rückkampf aufeinander. Der offensichtliche Wunsch der Bezirksverantwortlichen mit der Aufstockung der Kämpfer mehr Aktiven die Teilnahme zu ermöglichen, täuscht nicht über die Nachteile hinweg. So hatten die meisten Vereine schon in der Vergangenheit Probleme, alle fünf Gewichtsklassen schlagkräftig zu besetzen. Auch diesmal begann ein munteres Hochschieben von leichteren Kämpfern in die höheren Gewichtsklassen.

Der Wernberger Mannschaftsführer Richard Schwab gab sich in den letzten Wochen alle Mühe, die Lücken in den Eigengewächsen mit Fremdstartern aufzufüllen. Wieder an Bord waren die Dauerbrenner Johannes Schindler (bis 81 kg/ASV Burglengenfeld) und Justin Hofmann (bis 90 kg/Bushido Amberg). Neu hinzugekommen ist der bärenstarke Sandro Troidl vom FC Weiden-Ost (plus 90 kg).

Die Stammformation komplettierten in den Gewichtsklassen bis 66 kg Tim Schwab, Philip Seifert und Marcus Weingandt, bis 73 kg Lukas Lorenz, Tobias Seifert und Nils Zwack, bis 90 kg Robin Schwab und plus 90 kg Helmut Klar.

Die Hinrunde beziehungsweise der erste Durchgang fand in Furth im Wald statt. Die TSV-Judokas schlugen sich trotz des schwerwiegenden, verletzungsbedingten Ausfalls von Robin Schwab (bis 90 kg) mit beachtlicher Moral durch die drei Begegnungen. Nils Zwack schlüpfte dabei in die Rolle des "Schwab-Ersatzmannes" und avancierte zum Matchwinner beim 4:3-Sieg über Neumarkt, als er den gut 15 kg schwereren Philipp Pröbster mit einem lehrbuchmäßigen Ko-uchi-maki-komi (Innensichel-Sturz) von den Beinen holte. Ein klarer Sieg gegen Furth im Wald (6:2) und eine deutliche Niederlage gegen Neutraubling mit 2:6 Punkten vervollständigten den ersten Kampftag.

Zum Finale in Neutraubling traten die Wernberger bis auf das studienbedingte Fehlen von Tobias Seifert in Bestbesetzung an. Diesmal musste die ersatzgeschwächte Mannschaft aus Neumarkt auf einige Stammkräfte verzichten und so feierten die TSV-Athleten einen nie gefährdeten 6:2-Rückrundensieg (10:5 Punkte Hin- und Rückkampf). Mit dem gleichen Ergebnis von 6:2 (12:4 Endstand) wurde auch Furth im Wald von der Matte geschickt.

Gegen Neutraubling zeigte die Wernberger Truppe, was an einem guten Tag und ohne personelle Ausfälle möglich ist. Ein hart umkämpftes 4:4 (6:10 Endstand) auf Augenhöhe mit vielen spektakulären Techniken auf beiden Seiten bedeutete in der Endabrechnung einen tollen zweiten Platz bei der diesjährigen Bezirksligameisterschaft.
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