Motorradsport
Warten, dass der Gips weggkommt

Obwohl momentan an Motorradfahren nicht zu denken ist, ist dem 20-jährigen Jonas Geitner das Lachen nicht vergangen. Beim Rennwochenende Mitte September will der Wernberger wieder auf seiner Kawasaki sitzen. Bild: hfz
Sport
Wernberg-Köblitz
01.09.2016
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Rumsitzen, nichts tun. Das mag Jonas Geitner gar nicht. Aber momentan hat er keine andere Wahl. Erst in zwei Wochen kommt der Gips runter. "Einen Tag später geht es für mich hoffentlich wieder los", sagt der 20-Jährige.

Wernberg. Die Sache mit dem Training war eigentlich schon durch. Eineinhalb Sekunden schneller als der Rest war Jonas Geitner beim Grenzlandcup im tschechischen Eger. "Mit meinen Kumpels sind wir nur noch so rumgefahren, aus Spaß", erinnert sich der Wernberger an den 6. August. Mit dem Hinterrad seines Motorrads kam er nur kurz ins Gras, aber das reichte für einen Abwurf. "Ich habe gleich gemerkt, dass etwas nicht stimmt."

Im Krankenhaus in Waldsassen hat er noch seine Mutter angerufen, sie solle die Reifenwärmer anstecken, er sei zum Rennen wieder zurück. Aber die Ärztin war anderer Meinung. Sie diagnostizierte eine Spaltung am linken Wadenbein und legte dem 20-Jährigen einen Gips an.

Damit verpasste er die Rennen in der IDM Superstock 600 in Assen Mitte August. "Das war bitter", so Geitner, der schon mit den beiden Läufen vorher in Schleiz nicht zufrieden war. "Nur Vierter und Fünfter - das war für mich das schlechteste Saisonergebnis, obwohl ich die Pool nur um sieben Tausendstel verpasst hatte und erstmals in der ersten Startreihe stand." Aber die neuen Reifen waren scheinbar der Strecke, einer für die Rennen abgesperrten Bundesstraße, nicht gewachsen. Geitner: "Die bauten nach der halben Distanz ab, so dass ich kontinuierlich zurückfiel."

Muskulatur baut ab


Ärgerlich, fand der Kawasaki-Fahrer. "Natürlich haben wir nicht gehofft, schon in dieser Saison bei der Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden, aber wir wollten gute Ergebnisse liefern." Derzeit sind an irgendwelche Aktivitäten mit dem Gips nicht zu denken, lediglich den Oberkörper trainiert Jonas Geitner. "Das ist natürlich ganz schlecht, da die Muskulatur komplett abbaut."

Trotzdem will er es Mitte September am Lausitz-Ring versuchen, um sich vielleicht vom derzeitigen Platz fünf in der Gesamtwertung der IDM Superstock 600 noch zu verbessern. 99 Punkte hat der Wernberger auf dem Konto, die beiden Kontrahenten vor ihm 128. Also machbar. "Am 15. September kommt der Gips runter. Wenn der Arzt grünes Licht gibt, sitze ich einen Tag später auf dem Motorrad", hofft der Wernberger.

Sollte das nicht klappen, hat Geitner eine Woche später am Hockenheimring bei den zwei letzten Läufen der Saison nochmals Gelegenheit, Meisterschafts-Punkte zu sammeln. "Da bin ich auf jeden Fall dabei."

Natürlich haben wir nicht gehofft, schon in dieser Saison bei der Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden, aber wir wollten gute Ergebnisse liefern.Motorradfahrer Jonas Geitner
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