Alte Schule, alte Liebe

Ende November, Anfang Dezember wird auf der Kindergartenbaustelle Richtfest gefeiert. Bild: Götz
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
15.11.2016
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Die Wernberger hingen an "ihrer" alten Schule. Beim Abbruch rettete der "50er Jahrgang" ein von Künstler Lois Wegerer gefertigtes Mosaik. Das hätten die ehemaligen Schüler gerne am neuen Kindergarten angebracht, der auf dem Gelände der früheren Schule entsteht. Der Marktrat fand eine Alternative.

Zweiter Bürgermeister Alexander Werner beantragte in der Marktratssitzung, das Thema von der "Nichtöffentlichen" in den öffentlichen Teil zu verlegen. Die Initiatoren, die das Mosaik vor dem Abriss abgebaut hatten, baten die Markträte, über einen neuen Standort für die Konstruktion zu beraten. Man würde das alte Mosaik gerne an der Kindergartenfassade sehen, doch das ist laut Bürgermeister Georg Butz wegen der vielen Fenster nicht möglich. So ein schweres Teil könne man zudem nicht an der Wärmedämmschicht anbringen.

Vielleicht fänden die Planer eine Möglichkeit, so Alexander Werner. Das Mosaik gebe dem neuen Kinderhaus Identität. Werner regte an, das neue Kinderhaus mit dem Namen "Alte Schule" zu versehen. "Das passt nicht", entgegnete Bürgermeister Butz. Man sollte ein neues Kinderhaus nicht "Alte Schule" nennen. Da müsse ein Name gewählt werden, mit dem der Nachwuchs auch was anfangen könne. Butz schlug vor, das Mosaik in einen Stahlrahmen zu fassen und in den Außenanlagen zu platzieren. Das stieß allgemein auf Zustimmung. Bürgermeister Butz spricht nun mit den Planern über den Standort. Für den neuen Kindergarten gibt es auch eine Hebfeier. Sie findet je nach Baufortschritt in der letzten November- oder ersten Dezemberwoche statt.

Butz bat seine Marktratskollegen, sich Gedanken über einen Namen zu machen. Es sollte aber kein "St."-Kindergarten sein. Nicht, dass die kirchliche Ausrichtung der beiden Kindergärten von St. Anna und St. Josef nicht geschätzt würde, doch der Name solle sichtbar machen, dass es sich bei dem neuen Kindergarten um eine gemeindliche Einrichtung handle. Einen Vorschlag hatte Butz schon vorliegen, rückte aber nicht gleich mit der Sprache heraus. Da waren die Markträte doch neugierig. "Soll der Kindergarten Georg Butz heißen?" fragte Alexander Werner schelmisch. Ein Name beziehe sich nie auf Lebende, so der Bürgermeister. "Und abtreten möchte ich auch noch nicht", konterte er schlagfertig. Nein, der ihm bekannte Vorschlag lautete "Sir-Kindergarten" mit Blick auf einen der früheren Bürgermeister. Damit konnten sich weder Butz noch die Markträte anfreunden. "Es wird sich was kindgerechtes finden lassen" war Butz überzeugt. Maria Schlögl appellierte an die Bevölkerung. Die Bürger hätten doch bestimmt auch gute Ideen.
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