Ausgelassene Stimmung beim Starkbierfest der Freien Wähler
Sprüch' und Starkbier

Vermischtes
Wernberg-Köblitz
24.02.2016
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Beim Starkbierfest der Freien Wähler gab es nicht nur süffiges Bier und eine Brotzeit: Franziska Gradl und Hermann Meiller widmeten sich der Fettnäpfchen in der Kommunalpolitik.

Hermann Meiller verglich das Wernberger Starkbierfest mit dem Nockherberg: "Wer nicht erwähnt wird, verschwindet in der Versenkung". Die Vorsitzende Maria Schlögl freute sich, dass neben den eigenen Markträten auch Kollegen der CSU den Weg ins Schützenheim gefunden hatten.

"Die Anderen wollen nicht"


Erstes "Opfer" von Hermann und Franziska war Dieter Rosenberg, der als FC-Vorsitzender die Fusionspläne mit dem TSV vorantreiben möchte, "aber die Anderen wollen nicht". Marktrat Anton Kummert wurde als "Retter des Jugendheimes" auf die Schippe genommen. Doch das mit dem Bürgerhaus wolle noch nicht so klappen. Vielleicht solle er doch einmal mit seinem Kollegen Rosenberg sprechen: "Der FC-Platz ist nicht weit weg, vielleicht kann ein Sportheim oder eine große Umkleide daraus werden". Denn die Gemeinde müsse ja für die Sporthalle sparen.

Ins Visier geriet die Homepage der Marktgemeinde. Das Duo zeigte sich doch etwas verwundert, dass unter "Aktuelles" noch immer die Einweihung des Marktplatzes von 2010 und die Eröffnung des sanierten Hallenbades von 2009 stehe. So ganz auf der Höhe der Zeit sei das wohl nicht. Die Weidener Straße durfte im Starkbierdialog nicht fehlen. Die behindertengerechte Rampe zum Friedhof sei ein "Anwärter für einen Eintrag in das Schwarzbuch der Steuerverschwendung", aber auch gleichzeitig "Kandidat für den Designpreis". Der Parkplatz am Friedhof wurde als "eine architektonische Meisterleistung" bezeichnet. Das Zufahrts- und Ausfahrtsmanagement hätten "Mathematiker ausgetüftelt".

Vermessungen und ihre Folgen: Das Thema, das letztendlich der Ausgangspunkt für den Rücktritt von Markträtin Elisabeth Weidner war, durfte nicht fehlen. Mit einer Holzlatte zeigte Hermann Meiller auf, um welch drastische Dimensionen es dabei gehe: 3,5 Zentimeter spielen eine große Rolle im Marktratsstreit. "Klein kariert" fiel Franziska Gradl nur dazu ein. "Wegen solcher Nichtigkeiten machen wir uns das Leben schwer."

Der Wunsch-Bürgermeister


Ein Blick wurde auch auf die Kandidatensuche zur Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr gerichtet. Der Amtsinhaber, frei von allen Wahlkampflasten, werde es schon richten, wer Bürgermeister wird. Wie soll der neue Bürgermeister "gestrickt" sein?

Hermann Meiller wünscht sich erstens "einen lieben, netten, gescheiten, geldigen, starken, mutigen, begeisternden und überzeugenden Menschen". Zweitens sollte er viel Zeit haben, drittens aus der Wirtschaft kommen, viertens Handwerker sein - "am besten Metzger" und fünftens was von der Kunst verstehen. Damit nicht genug: Er sollte auch gut reden können, also "a große Gosch'n ham" und viel wissen: "Am besten alles besser". Und schließlich sollte er "immer recht haben, auch wenn er nicht recht hat".
Wer nicht erwähnt wird, verschwindet in der Versenkung.Hermann Meiller
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