Bürger diskutieren über die Dorferneuerung in Saltendorf
Paket für mehr Lebensqualität

Im Zuge der Dorferneuerung wird die Marieninsel neu gestaltet und als Dorfmittelpunkt aufgewertet. Mit dem Ausbau soll auch eine Verkehrsberuhigung erreicht werden.
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
02.02.2016
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Aufwändig ist der Ausbau "Im Gassl". Hier muss die Wasserführung erneuert und der gesamte Straßenzug ausgebaut werden.

Die Dorferneuerung in Saltendorf rüstet sich für den Endspurt. Als letzte und größte Maßnahme steht der Bereich "Im Gassl/Marieninsel" auf der Agenda.

Bis Jahresende soll die gesamte Maßnahme abgeschlossen sein. Bisher wurden im einfachen Dorferneuerungsverfahren acht Einzelprojekte umgesetzt. Lediglich die Arbeiten am Kirchenaufgang und dem Kriegerdenkmal verzögerten sich witterungsbedingt. Als letzte Maßnahme steht der Abschnitt "Im Gassl/Marieninsel" an. Der begleitende Planer, Landschaftsarchitekt Gottfried Blank, stellte die bisherige Entwurfsplanung den Bürgern von Saltendorf im Gasthaus Schloßer zur Diskussion.

Konstruktive Vorschläge


Von diesem Angebot machte eine Reihe von Bürgern Gebrauch. Sie hielten mit ihren Anregungen nicht hinter dem Berg und machten eine Reihe von konstruktiven Vorschläge. Dies ging soweit, dass Bürgermeister Georg Butz einige Male auf die Bremse drücken musste, wenn der Kostenrahmen in Gefahr geriet. Ein vieldiskutierter Punkt dabei war die Verkehrssituation an der Marieninsel. Bisher wird die Kreuzung von einigen Verkehrsteilnehmern mit viel zu hoher Geschwindigkeit und unter Missachtung der Vorfahrtsregeln gequert. Dabei entstehen immer wieder brenzlige Situationen. Einig waren sich die Bürger, dass nicht noch mehr Verkehrsschilder aufgestellt werden sollen. Fahrbahnmarkierungen könnten hier eine Verbesserung bringen. Die Marieninsel selbst wird etwas vergrößert und die Bepflanzung wieder ergänzt. Außerdem wird ein Stromanschluss eingebaut. Das Kreuz und die Marienstatue in der Insel sollen renoviert oder bei Bedarf erneuert werden. Bürgermeister Georg Butz stellte klar, dass dies nicht Aufgabe der Kommune ist, sondern hier die Kirchenverwaltung und die Dorfgemeinschaft aktiv werden müssen. Im Gassl selbst sind umfangreiche Arbeiten notwendig. Eine bereits veranlasste Kanalspiegelung ergab, dass der Schmutzwasserkanal noch in Ordnung ist, der Regenwasserkanal aber erneuert werden muss. Ebenso wird in diesem Bereich die Wasserleitung neu verlegt.

Bürgermeister Butz richtete sich in dieser Sache an die Anlieger. Sie sollten, soweit erforderlich, in diesem Zuge auch die Hausanschlüsse mit erneuern. Die Fahrbahn selbst wird mit einem Einzeiler beidseitig begrenzt. Für die Wasserführung ist eine Mittelrinne vorgesehen. Im Bereich Marieninsel und am Buswartehäuschen sowie einigen Einbuchtungen ist als Bodenbelag ein Betonpflaster geplant. Auf Granit als Alternative wurde bewusst verzichtet, da dadurch ein höherer Lärmpegel zu erwarten wäre. Ausgeleuchtet wird das gesamte Areal mit den üblichen Straßenlampen, die entsprechend eines Marktratsbeschlusses im gesamten Marktbereich verwendet werden.

Standort Glascontainer


Ein besonderes Anliegen der Saltendorfer ist es, die Glascontainer aus dem Ortsbereich zu entfernen. Es wurden dabei verschiedene Alternativen in Betracht gezogen. Am Ende einigte man sich auf den Standort beim Wasserhäuschen, der etwas abseits vom Dorf liegt. Für eine kleine Diskussion sorgte die Grünfläche am Beginn des Walnussweges. Hier entschied die Gemeinschaft, keine Änderung vorzunehmen.

Die Bürger werden nach der geltenden Ausbausatzung an den Kosten beteiligt. Für den Straßenbau beträgt die Umlage 80 Prozent. Kanal und Wasser werden nicht umgelegt. Genaueres ist in der Marktverwaltung zu erfragen. Mit den Arbeiten soll Mitte Mai begonnen werden. Die Fertigstellung ist zum Jahresende geplant.

Frage der PflegeIm Zuge der gesamten Dorferneuerung wurden an diversen Stellen Bepflanzungen mit Sträuchern oder Bäumen vorgesehen. Da blieb es nicht aus, dass sich die Frage nach der Pflege stellte. "Die Pflege der Grünanlage sollte ein Anliegen der Dorfgemeinschaft sein", stellt Bürgermeister Georg Butz unmissverständlich klar. Der Bauhof wäre personell nicht in der Lage, alle Grünflächen des Gemeindebereiches zu pflegen. (bnr)
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