Der Zweckverband benötigt ein zusätzliches Grundstück
Mehr Platz für Wasserwerk-Neubau

Die Grundstücksfläche reicht nicht aus, um neben dem alten Wasserwerk einen Neubau zu platzieren. Man muss Fläche zukaufen oder Grund tauschen. Bild: Völkl
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
13.01.2016
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In der Abschlusssitzung zum Geschäftsjahr 2015 legte Vitus Bauer, Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath, seinen Geschäftsbericht vor. Der Haushalt 2016, der Erlass der Haushaltssatzung und der Finanz- und Investitionsplan wurden einstimmig genehmigt. Auf Intervention von Verbandsrat Josef Reindl, gleichzeitig Bürgermeister der Stadt Schnaittenbach, wurde der Beschluss zur neuen Verbandssatzung zurückgestellt. Hier besteht Diskussionsbedarf zum Brandschutz.

Vermehrt Rohrbrüche


Vorsitzender Bauer berichtete, dass bisher im Bericht immer der Satz "der Verband ist schuldenfrei" wichtig war, jedoch konnten in den letzten Jahren durch erhöhtes Auftreten von Wasserrohrbrüchen sowie die Ausstattung der Haushalte mit Funkwasseruhren keine Rücklagen gebildet werden. 2015 war der Verbandsrat stark gefordert: Wasserwirtschafts- und Gesundheitsamt fordern für die Vergabe des neuen Wasserrechts, dass das Wasserwerk auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden muss. Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Wolf aus Kemnath/Stadt kam in einer Vorstudie zu dem Ergebnis, dass ein Neubau kostengünstiger ist, als ein Umbau. Gesamtkosten des Neubaus: 900 000 Euro. Dieser Variante wurde vom Verbandsrat einstimmig zugestimmt. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent über Verbesserungsbeiträge und zu 10 Prozent über den Wasserpreis. Zur Orientierung wurde eine Informationsfahrt zu Wasserwerken in Wiesau und Witzlasreuth vorgenommen.

Im nächsten Punkt informierte Bauer über den Abschluss des Tausches der Wasserleitung in der Josef-Ebensberger-Straße in Kemnath. Kosten für den Verband: 70 000 Euro. Es wurde jedoch keine neue Bitumenschicht notwendig, da die Stadt Schnaittenbach, geschuldet durch den Ersatz der Wasserleitung, einen Vollausbau machen muss.

Da der Wasserzweckverband Personal beschäftigt, nahm man am 9. November an einer Schulung zum Unternehmermodell teil. Man kann statt der Betreuung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit nach der Teilnahme an Lehrgängen die Sicherheitsbetreuung selbst übernehmen.

Als Information zum neuen Wasserwerk legte Vitus Bauer zwei handschriftliche Varianten vom Ingenieurbüro Wolf vor, die aber nicht praxisgerecht ausgeführt waren. Angemerkt wurde hierzu, ein paar Striche auf zwei Blatt Papier in Zeiten von Google Earth "eine Frechheit" seien. Es wären auch die vorhandenen Leitungen nicht berücksichtigt, die diese Vorschläge sowieso als nicht durchführbar darstellen.

Zusätzliche Fläche


Dadurch sah sich die Verwaltung der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz genötigt, einen eigenen Vorschlag zu erarbeiten. Der vorgesehene Neubau ist auf dem vorhandenen Grundstück nicht realisierbar. Man braucht mehr Platz. Folglich laufen derzeit mit der Kirchenstiftung Neunaigen Gespräche über den Ankauf einer angrenzenden Fläche.

Die nach der Versammlung inzwischen vom Ingenieurbüro Wolf überarbeiteten Pläne werden in dieser Woche von Verbandsspitze, Ingenieurbüro und den damit befassten Fachleuten der Marktverwaltung erörtert.
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