Dorferneuerung geht in die zweite Runde
Attraktiver Lebensmittelpunkt

Das Planungsbüro Blank stellte die Dorferneuerungsmaßnahmen vor. Optisch aufgewertet und mit klarer Verkehrsführung präsentiert sich der Bereich Marieninsel. Bild: hfz
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
13.03.2016
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Nächste Etappe in der Dorferneuerung: Der Marktrat billigte einstimmig die Entwurfsplanung, die Gottfried Blank für den Bereich "Im Gassl mit Marieninsel" vorstellte. In der zweiten Maihälfte soll begonnen werden.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank skizzierte in der Marktratssitzung die Schwerpunkte: Durch die abknickende Vorfahrtsregelung an der Marieninsel wird auch "im Gassl" für Verkehrsberuhigung gesorgt. Die Marieninsel wird optisch aufgewertet. Der Gehweg entlang der Ostastraße - an zwei Engstellen dann etwas breiter - soll für Verkehrssicherheit sorgen. Gegenüber der Marieninsel entsteht als Winkelbau ein Buswartehäuschen.

Kanal und Wasser


"Im Gassl" stehen Kanalbaumaßnahmen an. Herbert Käs vom Ingenieurbüro Kohl und Partner berichtete von den Ergebnissen einer Kamerabefahrung. Demnach ist der Schmutzwasserkanal in der Hauptleitung einwandfrei. Aber der Regenwasserkanal: Verdrückungen, Wurzeln, Scherben. "Mit der Kamera ist man da gar nicht mehr durchgekommen", berichtete Käs. Der Regenwasserkanal wird nun verlängert und erneuert. Das kostet 99 000 Euro. Auch eine neue Wasserleitung und zwei Oberflurhydranten für den Feuerschutz - 38 000 Euro - werden gebaut. 7600 Euro sind für ein Leerrohrsystem veranschlagt, in dem Versorgungsleitungen untergebracht werden. Die Kosten für Pflaster- und Asphaltflächen inklusive Baunebenkosten belaufen sich auf 327 000 Euro.

Die Gesamtsumme für den zweiten Bauabschnitt der Dorferneuerung Saltendorf beträgt somit insgesamt netto 470 000 Euro. Die Maßnahme wird nun zur Förderung eingereicht. Sie wird sich voraussichtlich auf rund 360 000 Euro belaufen. Bei den Anliegerbeiträgen erwartet die Kommune rund 100 000 Euro.

Nächstes Thema: Wlan-Hotspots. Wernberg-Köblitz wird bald zwei davon haben. Der Hintergrund: Das Bayerische Staatsministerium möchte über die Initiative Bayern-Wlan ein dichtes Netz an kostenfreien Hotspots einrichten. Im Zuge einer Ausschreibung ermittelt das Ministerium derzeit einen Anbieter und schließt Ende März die entsprechenden Rahmenverträge ab.

Zunächst zwei Hotspots


Der Freistaat finanziert der Gemeinde die Ersteinrichtung der Hotspots für zwei kommunale Standorte. Für jeden weiteren muss die Kommune selbst aufkommen. Die laufenden Kosten (Betrieb des Hotspots und Internetanschluss) trägt ebenfalls die Gemeinde. Wernberg-Köblitz wird sich am Förderprogramm beteiligen, beschloss der Marktrat. Der Antrag kann im Mai gestellt werden.

An möglichen Standorten wurden Rathaus, Marktplatz und Schule ins Auge gefasst. Markträtin Marianne Schieder favorisierte Marktplatz und Schule. Die Verwaltung hatte das Rathaus ins Gespräch gebracht, da Kunden von außerhalb die Möglichkeit der Kfz-An- und Ummeldung nutzen. Die Markträte Georg Schlögl und Andreas Kreis plädierten ebenfalls für Marktplatz und das Areal Schule mit Kindergarten und Seniorenheim, da hier ja auch die neue Mehrzweckhalle entstehen soll. Das Gremium verständigte sich auf diese beiden Standorte. Maria Schlögl erkundigte sich nach den monatlichen Kosten: Laut Verwaltung sind dies pro Standort 200 Euro.

Nichts Gutes ahnen lässt das Positionspapier, das die Bundesnetzagentur im Internet veröffentlicht hat. Darin geht es um die Bundesfachplanung für Gleichstromvorhaben mit gesetzlichem Erdkabelvorrang. Bis 18. März können online Stellungnahmen abgegeben werden.

Abweichungen möglich


Bürgermeister Georg Butz schnitt das Thema wegen zweier wichtiger Gesichtspunkte im Positionspapier an: Demnach kann vom Erdkabelvorrang abgewichen werden, wenn die Leitung in oder unmittelbar neben der Trasse einer bestehenden oder bereits zugelassenen Hoch- oder Höchstspannungsleitung errichtet wird. Zweiter Punkt: Das Gebot der Geradlinigkeit. Es bedeutet, dass Anfangs- und Endpunkt auf dem möglichst kürzestem Weg - also Luftlinie - zu verbinden sind. Zwei Aspekte, die negative Auswirkungen auf den Bereich Wernberg-Köblitz haben könnten.
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