Facharbeiter als großes Kapital

Das Unternehmen Gerresheimer Regensburg GmbH ehrte 60 Jubilare für ihre Treue zu Gerresheimer, vormals Wilden. Sie kommen aus den drei Standorten Pfreimd, Wackersdorf und Regensburg. Bild: wta
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Wernberg-Köblitz
01.11.2016
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Was vielen Sorge bereitet, ist für Gerresheimer kein Thema: Das Unternehmen blickt mit einer hohen Anzahl an Facharbeitern zuversichtlich in die Zukunft. Der treue Mitarbeiterstamm wurde bei der Jubilarfeier entsprechend gewürdigt.

Das Unternehmen Gerresheimer Regensburg GmbH ehrte insgesamt 60 Beschäftigte für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit bei Gerresheimer, vormals Wilden. Die Geehrten stammen aus den drei Standorten Pfreimd, Wackersdorf und Regensburg, bestehend aus vier Firmenbereichen. Geschäftsführer Oliver Burgel freute sich über die jahrzehntelange Treue der Jubilare. Diese lange Betriebszugehörigkeit spiegle auch ein gutes Unternehmensbild. Dies spreche sowohl für die Firma, als auch für die Beschäftigten. Die Gerresheimer Regensburg GmbH sei angesichts der hervorragenden Facharbeiter sehr prosperierend.

Personalleiter (Deutschland) Axel Süß zitierte erfreut aus der Statistik. Von den 800, die einst ihre Ausbildung bei Gerresheimer/Wilden absolviert hätten, sei heute noch ein Drittel im Unternehmen. Bei einem Großteil der Jubilare (ehemalig Wilden in Pfreimd und Wackersdorf, 20 von 51 Ausgezeichneten) sei es ebenso. Mit einer hohen Zahl an Facharbeitern könne das Unternehmen positiv in die Zukunft blicken.

Mensch und Maschine


Gerät der Mensch im Vergleich zu Maschinen ins Hintertreffen? Nein, konstatierte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Franz Hartinger. Seine Schlussfolgerung zog er aus dem Vergleich mit einem in der Landwirtschaft eingesetzten Traktor und der geleisteten Arbeitszeit eines hier im Unternehmen Beschäftigten in 40 Jahren. Der Traktor würde in den ersten zehn Jahren brutto 14 610 Arbeitsstunden eingesetzt. Nach zehn bis zwölf Jahren folge eine Schonzeit, der Einsatz nur noch bei leichten arbeitsintensiven Anforderungen. Bis er nach 40 Jahren in den "Ruhestand" trete, sei er schon ein "Oldtimer". Seine Lebensarbeitszeit liege bei 30 000 Stunden. Und wie sieht die Bilanz beim Menschen aus? Besser als angenommen. In Relation zu den starken bis zum Ende leichteren Anforderungen könne ein Ruheständler nach 40 Jahren auf insgesamt 67 000 Arbeitsstunden zurück blicken.

Präsente für die Jubilare


Der Vergleich unterstreiche, dass im Großen und Ganzen der Mensch bei der Lebensarbeitszeit locker mit Maschinen mithalten könne. Also: "Keine Angst! So schlecht sind wir Arbeitnehmer also auch nicht!" Vor dem Abendessen gab Süß einen Rückblick auf die Firma Wilden von seinen Anfängen 1948 bis heute. Die Jubilare wurden als Wertschätzung der jahrzehntelangen Treue mit wertvollen Erinnerungspräsenten bedacht.

Die JubilareAm Standort Pfreimd wurden insgesamt 26 Mitarbeiter ausgezeichnet. 25 Jahre: Thomas Giessuebl, Hans-Jürgen Humbs, Dieter Tischler; 30 Jahre: Heribert Reis, Hubert Grieb, Albert Passler, Irmgard Passler, Andrea Schatz-Lex, Andrea Gruenbauer, Ewald Dirmeier, Roland Luft, Klaus Kuppich, Christian Schmauss, Bernhard Koeppl, Karl Bauer, Franz Roetzer, Erwin Schmidt, Werner Riebold, Erhard Zeus, Thomas Zenger; 35 Jahre: Reinhard Spindler; 40 Jahre: Agnes Baeumler, Rudolf Aurich, Willi Bernklau, Josef Bernklau, Siegfried Danner.

Am Standort Wackersdorf gab es 25 Ehrungen. 25 Jahre : Sonja Hoesl, Alois Schneider; 30 Jahre Hans Nahlovsky, Peter Hummer, Johann Schiesslbauer, Johannes Zimmet, Alois Schreier, Manfred Schachschal, Richard Foster; 35 Jahre: Joachim Baumann; 40 Jahre: Christof Reil, Johann Biller, Josef Hartinger, Otto Bernklau; 45 Jahre: Manfred Baier, Maria Eckl.

Am Standort Regensburg kann Christine Heininger auf 30 Jahre Betriebszugehörigkeit zurückblicken.

Bei Gerresheimer Werkzeugbau Wackersdorf wurden acht Jubilare ausgezeichnet. 25 Jahre: Georg Hösl, Michaela Baumer; 30 Jahre: Gerhard Modl, Markus Gradl, Josef Fischer, Johann Huber, Margareta Biller; 40 Jahre: Adolf Moesbauer. (wta)
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