Friedhofsmauer in Oberköblitz erhält stützendes Korsett
Efeu als Lebensverlängerer

Der alte Bewuchs an den Böschungen im Friedhof Wernberg wurde entfernt. Hier sollen niedrige Pflanzen gesetzt werden, die mit einer Pflanzkokosmatte zusätzlich Halt bekommen.
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
27.09.2016
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Die schadhaften Mauerteile im alten Friedhofsteil in Oberköblitz sollen mit Efeu bepflanzt werden. Das Gewächs stabilisiert und verschönert die Mauer - wie in einigen Teilen zu sehen ist. Dadurch kann die Lebensdauer noch etliche Jahre verlängert werden. Bilder: Völkl (2)

Die Oberköblitzer Friedhofsmauer ist in Teilbereichen brüchig, der Putz abgeplatzt. Eigentlich sollte sie durch einen Stabgitterzaun ersetzt werden. Nun erhält die Mauer wohl in einem Abschnitt ein kaschierendes und zugleich stützendes Korsett aus Efeu.

Im alten Friedhofsteil in Oberköblitz - nicht im denkmalgeschützten Umfeld der St. Emmeramskirche - grenzt eine verputzte Mauer den Friedhof zum Hohlgraben ab. Bürgermeister Georg Butz und Bauamtleiter Stefan Ott informierten den Bauausschuss bei einer Besichtigung über unschöne Putzabplatzungen. Eigentlich hatte sich der Marktrat schon auf einen Abriss der Ziegelmauer verständigt. Bürgermeister und Bauamtsleiter brachten nun als Variante ins Spiel, die schadhaften Stellen mit Efeu zu begrünen. Die Stellen, an denen dies bereits der Fall ist, sehen gepflegt aus.

Pflaster für zwei Wege


Der Bauausschuss konnte sich durchaus mit dieser Vorgehensweise anfreunden. Lediglich der Bereich, der sich zur Feistelberger Straße hin erstreckt, soll einen Stabgitterzaun erhalten. Heftig kritisiert wurde das Verhalten von Grabbesitzern, die welke Blumen und Grablichter über die bestehende Mauer werfen und so im angrenzenden Wäldchen entsorgen. Insgesamt sind für den Friedhof Oberköblitz in diesem Jahr Haushaltsmittel von 50 000 Euro für Maßnahmen an der Mauer, Schöpfstellen und Wegepflasterung vorgesehen. Da man nun bei der Mauer finanziell kleinere Brötchen backen will, könnten zwei ziemlich ramponierte asphaltierte Wegen im alten Friedhofsteil gepflastert und die Grabzwischenräume mit wassergebundenem Material versehen werden. Eine neue Schöpfstelle in Nähe der St.Emmeramkirche ist bereits vorhanden und muss lediglich versetzt werden.

Matte zur Befestigung


Nächster Stopp dann beim Friedhof Wernberg: Hier laufen derzeit die Bauarbeiten zur Neugestaltung im alten Friedhofsteil. Die Pflasterarbeiten an den Wegen sind noch im Gange. Der ansteigende Hauptweg zum Missionskreuz könnte einen Handlauf vertragen. Laut Berufgenossenschaftlichem Beratungsdienst wäre ein Handlauf nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert, so Bürgermeister Butz mit Blick auf die Senioren, die den Friedhof besuchen. Der Ausschuss entschied sich für einen einseitigen Handlauf.

Thujen, Bodendecker - die alten Bepflanzungen an den Böschungen zwischen den Grabreihen sind inzwischen beseitigt. Das Gremium beschloss, sie mit 600 Quadratmeter Pflanzkokosmatten zu befestigen. Sie halten das Unkraut ab, verhindern das Abschwemmen und speichern Feuchtigkeit. Bepflanzt werden soll mit Gewächsen wie Purpurkriechspindel und unterschiedlichen immergrünen Gewächsen, die relativ niedrig bleiben und kein Unkraut durchlassen. Die Pflasterarbeiten sollen Allerheiligen abgeschlossen sein, die Böschung kann dann auch später bepflanzt werden.

Nicht verändert wird die wassergebundene Decke des Weges, der von der Postleite zum Friedhof führt. Hier wächst das Unkraut durch. Doch bei einer Pflasterung würde sich der Zustand kaum ändern, das Grün dann eben in den Fugen sprießen.

BauanträgeGenehmigt wurde der Neubau eines Carports in der Jägerstraße 3. Auf dem Verwaltungsweg an das Landratsamt Schwandorf weitergeleitet wurden die Nutzungsänderung eines Geräteraumes in eine KFZ-Werkstatt mit Büro in Diebrunn 6, der Neubau eines Wohnhauses mit Garage in der Schwallbachstraße in Neunaigen (Voranfrage), die Erweiterung einer Garage in der Fichtenstraße 7 und der Neubau des Wasserwerks des Zweckverbandes Neunaigen-Kemnath neben dem bestehenden Gebäude in Neunaigen. (cv)
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