Hegeschau zeichnet ein Bild über die die Situation in den Revieren
Wild und Wald im Einklang

Für Landwirte, die auch die Belange der Jagd im Blick haben, gab es den Hegeteller. Unser Bild zeigt BJV-Kreisvorsitzenden Graf Beissel von Gymnich (Dritter von links), BBV-Kreisobmann Hans Wilhelm (Zweiter von rechts) und stellvertretenden BJV-Kreisvorsitzenden Dietmar Maier (rechts) zusammen mit den geehrten Landwirten Michael Prey, Robert Wilhelm und Konrad Harrer. Bild: ral
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
03.05.2016
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In der BJV-Kreisgruppe Nabburg sind Wild und Wald im Einklang: Das bestätigte das neue Verbissgutachten. So musste der Abschussplan für Rehwild nur leicht erhöht werden.

Das bayerische Jagdgesetz schreibt die alljährliche Hegeschau vor. Hier müssen die Revierjäger ihre Abschüsse vorlegen. In der Kreisgruppe Nabburg sind die Hegegemeinschaften aus Schwarzenfeld, Nabburg, Guteneck, Wernberg-Köblitz und Pfreimd zusammengeschlossen. Sie trafen sich diesmal im Wernberger Jugendheim.

Die Jagdhornbläser der Kreisgruppe Nabburg stießen ins Horn und der neue Kreisvorsitzende, Graf Burkhard Beissel von Gymnich, unterstrich die Daseinsberechtigung der Hegeschauen: Hier bringen die Jäger "ihre Sache in die Öffentlichkeit und das im besten Sinne der Sache". Mit im Boot seien auch stets die Landwirte, die Jagdgenossen. Damit werde das gute Verhältnis zwischen den Jägern und den Verpächtern aufgezeigt. Graf Beissel verwies auf die Probleme der Landwirtschaft. Da müssten Jäger und Landwirte zusammenhalten.

Mischwälder anlegen


Forstdirektor Alwin Kleber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ging auf das Vegetationsgutachten ein. In den 18 Hegegemeinschaften wurden an 600 Stichprobenpunkten die Verbiss-Daten erhoben. Im Landkreis Schwandorf seien die Ergebnisse wiederum sehr gut ausgefallen. Folglich konnten bei 16 von 18 Hegegemeinschaften die Abschusszahlen gleich gehalten werden. Kleber brach eine Lanze für das Anlegen von widerstandsfähigen Mischwäldern. Er verwies auf die gemeinsamen Revierbegehungen von Jägern und Jagdgenossen. Damit werde man den Belangen von Grundstücksbesitzern und Jägern in bester Weise gerecht.

Kreisjagdberater Herbert Krauthann berichtete, dass die Abschusspläne für das Rehwild in der Kreisgruppe Nabburg in den letzten drei Jahren erfüllt wurden. Damit seien die Jäger ihren Aufgaben der Hege und Pflege ihrer Reviere in dieser Hinsicht nachgekommen. Leider kämen im Straßenverkehr viele Rehe zu Tode. 317 Wildschweine wurden in der Kreisgruppe Nabburg im letzten Jahr erlegt, berichtete Krauthann anerkennend. Die Population der Wildschweine nehme aber trotz der intensiven Bejagung immer mehr zu. Krauthann brachte wieder den Einsatz von Nachtsichtgeräten für die Bejagung des Schwarzwildes in die Diskussion. Hier stoße man aber auf den Widerstand des Gesetzgebers. Selten geworden seien leider die Rebhühner.

Der Leiter der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt, Christian Guder, ging in seinem Bericht auf das Waffenrecht ein. Dritter Bürgermeister Georg Schlögl lobte die Arbeit der Jäger für die Natur und die intensive Hege. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl ging auf die für Jäger und Grundstückseigentümer immer größer werdende Schwarzwildproblematik ein. Landtagsabgeordneter Alexander Flierl würdigte in seiner Eigenschaft als Kreisgruppenvorsitzender in Oberviechtach die gute Zusammenarbeit der beiden Kreisgruppen. Er brach eine Lanze für die Hegeschauen, zeigen sie doch offen die Arbeit der Jäger. Viele jagdpolitische Themen seien derzeit virulent. Flierl nannte beispielsweise den Versuch das Jagdgesetz und das Naturschutzgesetz miteinander zu verknüpfen: "Das muss getrennt bleiben".

Miteinander reden


BBV-Kreisobmann Hans Wilhelm machte Werbung für den Zwischenfruchtanbau. Mit dieser Nahrungsquelle könne der Verbiss an jungen Bäumen gesenkt werden. Sein Rat war auch, dass Jäger und Verpächter immer miteinander im Gespräch bleiben sollten. Das sei besser, "als übereinander zu reden".
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