Herbstsitzweil des Oberpfälzer Waldvereins eine Klasse für sich
Volksmusik mit Charme

Mit bodenständiger Volksmusik wurde das Publikum bei der OWV-Sitzweil verwöhnt. Einmal lustig, dann wieder besinnlich begeisterten die Lieder die Zuhörer. Bilder: bnr (2)
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
07.11.2016
36
0

Als ausgezeichnete Adresse für Freunde bodenständiger Volksmusik erwies sich die Herbstsitzweil des Oberpfälzer Waldvereins im Landgasthof Burkhard. Sechs Musikgruppen aus der mittleren Oberpfalz trafen sich zum musikalischen Stelldichein. Und jede Gruppe hatte ihren ganz besonderen Charme.

Die Herbstsitzweil des OWV hat eine lange Tradition. Immer wenn die Tage kürzer werden, laden die Freunde der Heimat Musikanten aus den verschiedenen Regionen zum Singen und Musizieren ein. Auch am Samstag war der große Saal im Landgasthof Burkhard bis auf wenige Plätze gefüllt. Für Vorsitzenden Markus Wild, der erst einige Monate im Amt ist, war es eine besondere Freude, dass seine "Premiere" einen so großen Anklang fand.

Viele Facetten


Die Moderation des Abends hatten Susi Weiß und Steffi Rosenberg, besser bekannt als die "Boier Moidla", übernommen. Zusammen mit ihrem Vater Siegfried Paulus bilden sie die "Wernberger Stubenmusi", die seit Jahren mit Zither, Hackbrett und Gitarre ihr Publikum begeistern. Zu den Hausherrn gehörten auch der "OWV Männergesang", der mit seinen kräftigen Stimmen unter anderem das Fischerlied zum Besten gab. Ganz wie der Herbst mit seinen unterschiedlichen Facetten, so war auch das musikalische Angebot der Künstler. Einem fröhlichen, lustigen Teil folgten eher besinnliche Weisen.

Zu den fröhlichen Musikanten zählten sicher "de drei Andern" aus Burglengenfeld. Seit 25 Jahren musiziert die Familie mit großem Erfolg. Mit ihrem Lied von der "schoiner, grainer, seidenen Zipfelham" hatten sie die Lacher auf ihrer Seite. Auf insgesamt 30 Bühnenjahre bringen es die "Oberpfälzer Moidl" aus Schwandorf. Bekannt durch Rundfunk und Fernsehen gehören sie zu den Großen der Szene. In ihren Gedichten und Liedern schlugen sie eher die besinnlichen Töne an.

Ein musikalischer Abstecher nach Böhmen gehörte ebenso zu ihrem Repertoire. Mit Knopfharmonika und Gitarre suchten Theo Helgert und Kare Deisinger aus Weiden die "Wilden Rosen aus Böhmen". Als "Weidner Standerl Musi" sind beide Garanten für ausgezeichnete Volksmusik. Zusammen mit dem unvergessenen Alfons Gollwitzer waren sie als "Dampfbroider" bei vielen Volksmusikabenden anzutreffen. Ein musikalischer Leckerbissen war das Harfenspiel von Veronika Miller-Wabra aus Oberviechtach. Virtuos entzauberte sie dem Zupfinstrument Weisen, die Sinne und Herz berührten.

Unterhaltsame Pause


Nach einer kurzen Pause, die von Hans Wagner mit Geschichten und Witzen unterhaltsam gefüllt wurde, ging es dann in die zweite Runde. Noch einmal gaben die Musikanten Kostproben ihres Könnens und animierten die Gäste zum Mitsingen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.