Hunde in Boxen gepfercht
Schleierfahnder stoppen illegalen Tiertransport

Bild: Verkehrspolizeiinspektion Weiden
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
10.03.2016
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Beamte der Verkehrspolizei Weiden kontrollierten am Sonntag, 28. Februar, auf einem Parkplatz in Wernberg einen Kleintransporter. Als die Polizisten die Ladefläche des Transporters überprüften, entdeckten sie acht Tiertransportboxen unterschiedlicher Größe.

Laut Auskunft der Polizei hatten Fahrer und Beifahrer in die Boxen Hunde gepfercht. Der Fahrer gab an, die Tiere kommen aus Kiew und seien für Hundeliebhaber in Deutschland bestimmt.

Die Polizei brachte die zwei Personen, Tiere und Fahrer zur Dienststelle. Die Beamten zogen eine Amtstierärztin hinzu. Sie stellte fest, dass der Fahrer nicht ausreichend für den Transport von Tieren geschult war. Außerdem seien ihrer Meinung nach die Transportboxen zu klein. Weiterhin stellte die Veterinärin Unregelmäßigkeiten bei den Impfpässen fest. Auf ihre Anordnung hin brachte die Polizei die Tiere in ein geeignetes Tierheim in Nürnberg. Die acht Hunde sind dort nach wie vor in Quarantäne. Die fehlenden Impfungen wurden nachgeholt.

Den Fahrer erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Abgabenordnung. Nachdem er 2500 Euro zur Sicherung hinterlegt hatte, durfte er die Fahrt ohne die Hunde fortsetzen.

Die Polizei rät allen Tierliebhabern, Tiere nicht von dubiosen Händlern über das Internet zu erwerben. Dies dient nicht nur dem Tierschutz: Auch Tierfreunde machen sich strafbar, wenn sie so ein Tier kaufen.
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