Kardinal Müller zu Gast
Hoher Besuch zum „Geburtsfest“

Den Pontifikalgottesdienst in der Kirche St. Anna in Wernberg feierte Kardinal Gerhard Ludwig Müller in Konzelebration mit seinem Sekretär, Monsignore Dr. Don Slawek (links), und Pfarrer Markus Ertl (rechts). Bild: bnr
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Wernberg-Köblitz
17.05.2016
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Der Pfingstsonntag wird als etwas ganz Besonderes in die Geschichtsschreibung der Pfarreiengemeinschaft Eingang finden: Am Geburtsfest der Kirche feierte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, einen Pontifikalgottesdienst in St. Anna Wernberg.

Der Pfarrei St. Anna in Wernberg stehen in diesem Jahr zwei Jubiläen ins Haus: Zum einen ist dies der 500. Geburtstag des Gotteshauses, und zum anderen kann Pfarrer Markus Ertl am 29. Juni sein 25-jähriges Priesterjubiläum feiern. Beide Jubiläen waren für Kardinal Gerhard Müller Anlass, auf seinem Weg nach Kötzting in Wernberg einen Zwischenhalt einzulegen.

Diese hohe Ehre haben die Pfarrangehörigen mit einem Gottesdienst gefeiert, der jeder großen Basilika gerecht worden wäre. Selbst der Heilige Geist - in Gestalt einer weißen Taube - strahlte an diesem Tag besonders hell am Hochaltar. Nach dem feierlichen Einzug ins Gotteshaus begrüßten die Kindergartenkinder den hohen Gast mit einem Gedicht: "Wir sind aufgeregt und hoffen, dass sich das bald legt." Die gespannte Erwartung, die im Gotteshaus förmlich zu spüren war, legte sich mit dem herzlichen "Grüß Gott in der Oberpfalz", das Pfarrer Markus Ertl und die Kinder Kardinal Gerhard Müller entboten. Den Pontifikalgottesdienst zelebrierte Kardinal Gerhard Müller in Konzelebration mit seinem Sekretär, Monsignore Dr. Don Slawek und Pfarrer Markus Ertl.

Sprache der Liebe


Das Pfingst-Evangelium bildete die Vorlage zur Predigt des Kardinals. Mit mächtiger Stimme verkündete der Prediger das pfingstliche Wunder, das die Sprache der Liebe und des guten Geistes kommuniziert. "Die Sprache der Liebe kann alle Konflikte überwinden. Sie ist Orientierung, die uns unser Dasein verstehen lässt. Wo der heilige Geist wirkt, kann es keine Zwietracht und keinen Krieg geben", verbreitete Kardinal Gerhard Müller Hoffnung. Der heilige Geist sei besonders in den Sakramenten wirksam. "Gott liebt uns Menschen und hat uns seinen Geist geschenkt."

Die Verkündigung der Frohbotschaft Gottes wurde vom Kirchenchor musikalisch begleitet. Unterstützt von einem 14 Musiker starken Orchester aus Weiden und vier Gesangssolisten bot der Chor unter der Leitung von Helmut Burkhardt einen Hörgenuss der Extraklasse. Zur Aufführung kamen unter anderem die "Krönungsmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart, das "Tu es Petrus" von Franz Liszt und das "Halleluja" von Georg Friedrich Händel.

Dank in Liedform


Am Ende des Gottesdienstes dankten die Kommunionkinder dem hohen Gast mit einem Lied, das der Kardinal mitsang. Pfarrer Markus Ertl überreichte Gastgeschenke als Erinnerung an diesen Tag. Nach dem Gottesdienst bestand am Marktplatz noch die Möglichkeit der Begegnung mit dem Kardinal, die von den Kirchenbesuchern gerne wahrgenommen worden ist. Die "Naabtaler Musikanten" spielten auf - und trotz der kühlen Witterung hielten einige einen Frühschoppen im Freien.
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